Band 
Volumen primum.
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576
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576

Tertius

eyngeschlossen, vnd bey den Prognosticationibus künftiger Dinge nützlichbetrachtet werden, so wol vnd so vollkommen dieses in der Medicina mitden viel vnd mancherley Kräuttern geschehen kan. ,,:

Dann gleicher weiss, wie man bey den Kräuttern vnd andern Simpli-cibus noch täglich etwas erfahret vnd erlernet, das man zuvor nit gewust:also kan diss auch mit den Eygenschafften der Sternen noch fürauss ge-schehen, vnd also was man jetzo noch nicht weiss, künftig erlernet werden,vnd vmb so viel desto mehr, weil bisshero deren Astrologorum, welchenach der gründlichen Warheit gestrebet haben, viel weniger gewest, alsbey der Medicina, die hat so viel hochgelehrter Männer zu allen zeittengehabt, dass ein Wunder ist, dass sie diese Kunst nicht vor längst gantzvnd gar erschöpfet, vnd wie man sagt, in den Schuhen zertretten haben.

Feselius sagt nein zur Sach, man köndte der Planeten Eygenschafftennicht vollkommlich erlernen, damit er ohn Zweifel die Astrologiam weytweyt vnter die Medicinam hervnter gesetzt haben wil: Führet zum Zeugeneyn, erstlich Aristotelem de coelo lib. 2. cap. 3.

Er thut aber dem guten Herrn Gewalt, vnd zeucht jhn beym Mantelmit jhme zu gehen, da doch sein Weg gar auf ein anders Ort zugehet.Dann ich Aristoteli vnd Feselio geständig bin, dass wir viel besser wissen,wie es allhie mit vnserm Erdtboden beschaffen, als wie es mit den himm-lischen leuchtenden Kugeln eine Gelegenheit habe, verstehe, ob auch leben-dige Creaturen in denselbigen sowol als auf dieser Erden Kugel sich auff-halten , vnd was es für Thier seyn müssen: Item, ob solche Kugeln ge-macht seyen von einer festen Matery wie ein Stein, oder von einer flüs-sigen' wie WassFr: ob sie durchleuchtig wie ein Crystall, oder finster wieein leymen Kloss: ob sie ein Nebel, eine Wolcken, ein Feuwerfiamme: obsie grün, scliwartz oder rollt an der Farbe ? Diese Stücke, sage ich, seyndtgantz schwehr wegen der vnbegreifflichen Höhe: ist wahr, aber doch seyndsie nicht allerdings vnmüglich: dann Aristoteles selber macht sich am sel-bigen Ort darhinder, dieselbige Dinge zu ergründen, vnd hat nicht garnichts aussgerichtet: Dann man auch deroselben Zufälle nicht gantz vndgar nicht verneminen kan, sondern diss ist allein wahr, dass dessen so mandarvon mit eusserlichen Sinnen vernimbt, wenig sey, gegen demjenigen zurechnen, was vns vnsere fünf Sinne von einem Kraut oder Thier berichtenvnd zu verstehen geben. Dass aber darvmb dess Menschens Verstandtauss demjenigen, was die Augen jhn von dem Himmel berichten, nichtsgründtlichers abnemmen köndte, wirdt nicht zu erweisen seyn.

Zum Vberfluss gebe ichs also zu bedencken, wann die Sterne nur alleinim Himmel blieben, vnd wir hie auf Erden, vnd also sie vns gantz vndgar keine Bottschafft herunter thäten, so were es verlohnen: Wann sieschon alle menschliche Händel trieben vnd walteten, so würden wir dochnicht wissen, woher es käme, sondern wir würden bey dieser generali no-titia bleiben müssen, dass diss alles von Gott komme. Weil aber dasLiecht der Sternen zu vns hervnter kömpt, vnd vnterschiedliche Farbenvnd Klarheiten mit sich führet, so seyndt jetzo die Sterne vns nicht mehrzu hoch, sondern wir vrtheilen von jhnen auss demjenigen, was sie herabauff den Erdtboden vnd in vnsere Augen hineyn anmelden: Können sienicht allein messen, jhren Lauff ergründten, sondern auch etlicher massenvon jhrer Kugeln anhangenden Gelegenheiten vnd Eygenschafften discur-rirn, auch auss denselben nach vnd nach anmercken, w r as doch eygentlich