Band 
Volumen primum.
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583
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Interreniens.

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tig macht, weil er sie nichts angehet, dann da ist gnug, dass der Astro-logus siehet, wie die Liechtstreymen jetzo von Orient, dann von Mittag,endtlich von Occident daher gehen, vnd darauff gar verschwinden: Da istgnug, dass man weiss, wann zween Planeten neben einander gesehen werden,vnd wann sie gegen einander vberstehen, Item wann sie ein sextilem, quin-tilem, quadratum &c. machen, welches fleissige Astronomi bey nächtlicherweil au jhren Instrumentis circularibus zeigen können , so offt zween Pla-neten zumal erscheinpn. Was fragt allhie der Astrologus oder vielmehrNatura sublunaris darnach, wie solches zugehe ? Warlich, so wenig als der13 a uw er darnach fragt, wie es Sommer vnd Winter werde, vnd doch nichtsdesto weniger sich darnach richtet.

Thesis 41. Diss schreibe ich von den meinsten Puncten: Wil michdarvmb nicht begeben haben, auss der warhafl'tigen Beschaffenheit der Weltetliche Sachen in Astrologia zu widerlegen, etliche zu bestättigen, etlichezu verbessern.

Dann zum Exempel, so gedünckt mich, wie die Alten die zwölff Zei-chen vnter die sieben Planeten aussgetheilt, haben sie gemeynet, die Sonnestehe nächst vber dem Mondt, vnd jhr derowegen das nechste Zeichen andess Mondes Zeichen, das ist, den Löwen zugetheilet, derowegen ich solcheabtheilung desto mehr verwerffe.

Iliuwidervmb, so wil bey mir die doctrina directionum ein feines An-sehen gewinnen, wann ich mit Copernico die Erde vnibgehen lasse, dannalsdann findet sich die proportio diei ad annum, hoc est, vnius ad 365,vnserm domicilio, Hütten, Wohnung oder Schiff, darinnen wir in der Welthervmb geführt werden, natürlich eyngepflantzet: Vnd ist derohalbcn destoglaublicher, dass in directionibus vnd Nativiteteu der Menschen, welchedieses Schiffs lunwohner seynd, diese Proportz auch regiren solle: als danndie Astrologi lehren.

Da ich dann auss vnterschiedlichen Meynungen der fürnembsten Astro-logorum diese meine besondere Meynung zusammen gezogen, vnd in der-selben solche authores in modico dissentientes verglichen, dass ein jederTag nach der Geburt ein Jahr bedeute, zween Tag, zwey Jahr, vnd so fortan. Darauss dann folgt, dass die Sonn per itinera diurna in Ecliptica zudirigirn, medium coeli per ascensiones rectas, ascendens per obliquas, semperadditis horis nativitatis ad ascensionem rectam loci directionis solis, etthemate de novo erecto. Der Mond auch in Ecliptica, per itinera Solisdiurna, Pars fortunae aber verworffen, vnd nicht dirigirt werden müsse,wie sie denn auch kein Stern, oder Theil dess Himmels nicht ist: so wolauch der vbrigen Planeten directiones zu vnterlassen, weil sie mit diesemmotu terrae kein Gemeinschafft an vnd für sich selber nicht haben.

Thesis 42. Etwas näher kömpt Feselius mit Fürwefffung der vnge-wisscn Zeit vnd Minuten, in welcher ein Mensch geboren wird, dann dieAstrologi bekennen solches, vnd befinden es starck, haben auch jhre Mit-tel dieser vngewissheit zu helffen, eins besser dann das ander.

Es wil aber Feselius weiter greiffeu, vnd vermeynet, wann man auchnur vmb ein einige Minuten fehle, sey es allbereyt zu viel, vnd hat auss-gerechnet, wie viel tausentmaltausent Teutseher Meilen man hiervnter vber-sehe, vnd fürüber passiren lasse. Es ist aber droben num. 40. angezeigt,dass vns die Grösse dess Himmels nit jrre: Dess Menschen natürliche Seelist uit grösser denn ein einiger Punct, vnd in diesen Puncten wird die Ge-