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Tertius

stalt vnd Character dess gantzen Himmels, wann er auch noch hundertmal'so gross were, potentialiter eyngedruckt: Vnd thut ein verfehlte Minut derzeit in negocio directionis nit mehr dann ein viertheil Jahr. 0 wie seligwürden die Astrologi sich schetzen, wann sie alle fälle bey einem viertheilJahr vorsagen könnten.

So es aber schon vmb ein Viertheil oder halbe Stundt an der Zeitfehlen solte, welche in directione vier vnd acht Jahr ausstragen, so istnicht darumb die gantze Sache vngewiss: Es bleibt gleichwol dem Astro-logo so viel, dass er vngefährlich sehe, ob ein directio in die Jugendt oderin das Alter eynfalle.

Thesis 43. Es meynet ferners Feselius, dass es der Astrologiae gros-sen mangel bringe, dass die Astronomi nit wissen, wie viel der Fixsternenseyen; dann wann ein Stern sein Eygenschafft vnd Influentz in diese nidereWelt habe, so werden alle dergleichen haben, vnd köndt derowegen nit ohneFehler zugehen, wann man ein grosse menge so vbersehe.

Hierauf! ist allbereyt droben num. 36. geantwortet, dass ein vnter-scheidt sey zwischen den beweglichen Planeten vnd vnbeweglichen Fixster-nen: welcher Vnterscheidt in fürhabender Sach seinen mercklichen Nach-druck hat, da man handelt von bewegung der Natur in dieser nideren Welt.Vnd seynd der Planeten nit mehr dann sieben, die werden alle zur Sachgezogen. Die vnbeweglichen köndte man wol allerdings fahren lassen, weilsie jmmer in einem bleiben, vnd also kein neuwerung vervrsachen sie sel-ber zwischen einander.

Was aber dasjenige anlangt, so sie zur Sachen thun sollen, wan diePlaneten zu jhnen kommen, da gibt es eine starcke Musterung vnter jhrergrossen vnzahlbaren Menge.

Dann erstlich stehen jhrer gar wenig an der Strassen, da die Plane-ten fürüber passiren : der meinste Hauff stehet beseits gegen Mittnacht vndMittag, vnd welben den runden Himmel auss: zu denen die Planeten nitkommen, vnd ist ein neuwerung, dass man die aspecte der Planeten mitsolchen aussgewichenen Sternen betrachten wil. Dann solche Astrologimachen die Experienz verdächtig, weil ohne das der Planeten aspecte vn-tereinander selbsten sehr viel seynd. Auch ist es wider die Natur dessAspects, dass ein vnbeweglicher herzugezogen vnd mit bewegen solle.

Fürs ander so seynd sie vnterschiedlicher Grösse, vnd ist ein vernünff-tig Fürgeben, dass jeder so viel thue, so viel er das Gesicht bewegt vndeynnimmet. Hiermit bleiben etwan drey oder vier von der ersten Grösse,die zur Sach dienen, vnd doch keiner so gross^ nicht ist, als ein Planet.

Lass es seyn, dass ein jeder Ort noch darüber einen Verticalem oderzw r een habe, vnd solche von den Astrologis auch betrachtet werden: esgehet noch wol hin, man mischet sich darumb nicht in ein vnendtlicheZahl hineyn.

Schliesslich vnd hindangesetzt alle diese exceptiones, so folgt drumbnicht, dass die Astrologia gar nichts sey oder vermöge, wann sie schonnoch nicht aller Sternen Wirckung erlernet haben solte: sonst würde ichauch in gleichen Terminis sagen müssen, Feselii Kunst vnd die Medicinasey allerdings nichts: dann es seyen vnzahlbare Vrsachen der Kranckheiten,auch vnzahlbare Kräutter vnd Simplicia, darvon Feselius den wenigem theilwisse, vnd Hippocrates vor Zeiten noch weniger gewust.