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In Opera Astrologica
torum a Ficino librorum, qui cum Platonem tum Platonicos attinent philosophos, et collectiprodierunt Venetiis 1516, Bas. 1561 et 76, Par. 1641.
57) p. 621. Aliter judicat pastor Schaererus: Ich muss bekennen, inquit, dass ich,oft hierüber meine gedanken gehabt, die Ausstheilung der Glieder dess menschlichen leibsin die 12 Zeichen sey eine kurtzweilige Phantasia der Alten gewesen, dieweil kein causaa priori zu sehen. Aber die vielfältige und langwierige Erfahrung hat mich überzengt, dasses nicht nichts sey, andere halten darvon was sie wollen. Unser Herr und Gott ist ein Gottder Ordnung und handelt nicht confuse in der Natur. Hat er doch einem jeden Glied desmenschlichen leibs sein besonder Kraut und Wurtzel zugeeignet, die Kranckheiten desselbigenzu heilen, . . . was wil mans dann so für absurdum halten, dass Gott auch einem jedenGlied sein besonder Zeichen zugeordnet hab? Meinem Feind wolt ich nicht rathen, dass erin Zwillingen inter scapulas ventosen zum Schräpffen ansetzen Hesse. Experto crede Roberto.
58) p. 622. Se ipsum dicit his Keplerus. Comp. p. 346.
59) p. 622. Feselius: Ein rechtschaffener Medicus solle viel mehr der lehr Manardifolgen, in Iib. 2. Epist. Med., da er sagt, recte sibi et aegrotis consulent medici, si quotiesvacuandum videtur, lotium magis quam astrum inspiciant: et venarum pulsationem potius,quam stellarum observabunt configurationem. Wie er dann desswegen ein exempel setzet,von einem Medico , welcher mit einem beschreyten Medico Astrologo einen Mann kurireusolte, und die noturfft eine purgation erforderte, der ander aber solche nicht gestatten wolte,weil es im Newrnon gewesen und er nichts desto weniger mit einem purgiertrank fortge-fahren, und den patienten balt wider auff die Füss gebracht, sonsten dörffte es wol gangensein, als wie Jo. Langius (medicus Elector, palat, f 1565 Heidelb.) ein exempel erzehletHb. I. Epist. 36. von einem gelehrten Jungen gesellen, welchem er auss not eine aderenöffnen wolte, so kompt von ungefehr ein vermessner Münch daher geloffen (wie sich danngemeiniglich die Astrologi, sowol Geistlich als Weltlich der Medicin vnderfangen), der machtgedachten Medicum aufs eusserst auss, dass er dörffe in einem bösen Zeichen verordnen einader zu öffnen, es were gar ein verworffener tag, bered also die vmbständer, das mau nochein par tag auf ein besser Zeichen warten müsse. Inmittelst nimt die Krauckheit dermassenvberhand, das der gute Junge gesell muss sein leben darumb geben.
M. Schaerer ad haec respondit: Der Münch ist ein grosser Narr gewesen, der inpleuritide die Aderlässe auffzuziehen die Leut beredt hat. Doch möcht jemand fragen , obder Medicus nicht auch ein maul gehabt, dass er den Münch hat wissen zu widerlegen.
60) p. 623. L. Fuchsius nat. 1501. in Palatinatu Superiori, obtinuit anno 1526. munusprofessoris medicinae Ingolstadii, 1528. archiatri Marchionis Onoldiensis, 1535. Tubingae pro-fessoris anatomiae; mort. ibidem anno 1566. Permultis innotuit scriptis de re medica (Jöcher).Quae Feselius affert, insunt libro inscripto: Institutiones medicae.
61) p. 641. Feselius: Wann dasjenig für hitzig sollte gehalten werden, was rotfarbigist, warum seind dann die roten rosen, die sauerachbeer, die S. Johannis Treüblin, die rotenCorallen u. dgl. so kalter natur", das sie nur in hitzigen gebresten gebraucht werden? Alsoseind die weissen Sachen kalt, warumb brennt dann der vngelöschte Kalk, der Mercurius,das Arsenicum so übel? welche doch der weissen kreiden, welche von natur kalt ist, an derfärbe nichts bevor geben.
62) p. 645. Feselius: Der hochgelehrte Crato schreibet: Ich erinnere mich vondem christlichen Keyser Maximiliano II, welcher in seiner Jugent einem Astrologo gepflegtseine Calender also zu verkehren, das wo jener schön, er regen, jener warm oder kalt, erMittelmässig gesetzt habe, und zuletst in dein aussgang erfahren, das er mit seinem graht-wol besser, dann jener mit seinen vermeinten Astrologischen warsagungen zugetroffen.
63) p. 650. Feselius: Crato, so-dreyer Römischer Keyser Medicus (Ferdinandi I,Maximiliani II. et Rudolphi II) , und anfangs ein fürtrefflicher Astrologus gewesen und vielauf!' die Astrologei gehalten, hat nachmahlen in seiner Assertione (pro tractatu de peste)ausstruckentlich widerrufen.
Ich will, pergit Feselius, nur ihren (astrologorum) eigenen coryphaeum, den Cardanumzum Beschluss einführon. Der schreibt in einem consilio diese folgende ausstrückentlicheklaren wort, .in welchen seine grosse vnbeständigkeit zu erkennen: Et quia requirit (sc. pa-tiens) ultra haec, an ex astris hoc decernatur, et an ab illis peti possit auxilium ? Respondeo,quod astrologia nostrae aetatis non est vera, quia non est cognita. Principia enim illa Pto-lemai evariaut ab eo, quod videtur et contingit: sunt praeterea errores in motibus et locisastrorum, ut apparet ex tabulis Prutenicis, quae solae consentiunt cum experimento. Prae-terea oporteret scire modum motuum illorum &c. Et ideo, cum ars sit imperfecta, licet de-cernat aliquid, potest tamen magis esse causa erroris, quam juvare nos.
Mehrere und stärckere Beweissung wider die ganze Astrologiam Judiciariam weis ichnicht einzubringen, als diese aller Astrologorum Grossvatters des Cardani selbst eygene rundebekandtnuss, bey welcher ichs dann auff dissmahl auch will beruhen lassen.
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