Band 
Volumen VIII. Pars I.
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Collectanea ex codicibus Pulkoviensibus.

aber die erste 300 Jahr vnd Zeitt der Verfolgung bedeutten, in wöllicberZeitt Jerusalem vnd das gelobte Land Heidnisch gewest, die Kirch vndergrosser Gefahr jre Kinder geboren vnd nur an wüesten Orten verborgenerWeise gepliben, aber doch die Zeugen Gottes mit vil Wunder vnd Zeichensich sehen lassen vnd drüber von dem Thier, den heidnischen Kaysern, ge-martert worden. Von Ario aber wärt meines Erachtens im neunten (8.) Capitelgeweissagt vnd er in Gestalt eines Sternen vom Himmel fallend abgemahlt.Versu 13 acht ich werd erst der Mahomet beschriben mit seiner pote-state gladii.

Das aber dise Zahl 1260 sich nit eben auff so vil Jahr schicket, istkheiu Wunder, dan sie ist auss Daniele vbernommen, der sie anfänglich vonder Verunreinigung des Jüdischen Tempels aussgelegt. Ich halt, es heiss soviel, die Römische Tyranney werd nit ewig wehren, sondern hab schon Irbestimpte Zeit vnd werden nach Vollendung deroselben alle Reiche der W T elt(cap. 12) zum Christenthumb bekhert werden.

Nachdem Röslinus die beste argumenta fürgebracht, warum das TüvckhischcReich vndergehen soll, will er auch auss dem Weg raumen, was seinem Für-geben zuwider scheinet. Nimmpt erstlich für bekhant an ein dogma, das dieTürggische Macht von den zweyen Fixsternen Caput Algol vnd Algenib be-zeichnet werde: daran ich doch zweiffele, dan noch wol grössere vnd meh-rere Fixae an andern Orten Verticales werden, wölliche aber drumb denselbenVölckhern nit zum Regiment heißen. Es ist mutatio declinationis fixarum vilzu langsam hierzu. Aber Röslinus ists nit allein, der disem dogmati Glau-ben gibt. Die Arabicr vnd Cardanus lehren vil desgleichen, wöllichem JuliusCäsar Scaliger vernünßtiglich begegnet vnd Ine mit der Erfahrung widerlegt.Ist also Erlau nit von des Sternen Algenib wegen verlohren worden, sonsthet vor sibenzig Jahren billichcr Wien dahin gehen sollen, wöllicbes auchvnder Alt. Poli 48gelegen. Derowegen dan auch andere benachbarteVestungen sich nit vor disem stella Persei oder seinem aussgestreckhtenSäbel, aber wol vor dem Türggischen zu fürchten haben, wie hingegen Roes-linus wol schliesset, dass sich Teutschland wegen dieser Sterne des Türckhennit zu befahren. Weil auch die verrhiiembte Prophezeyung Ililtenii von dem1560isten Jahr nit dem Buechstaben nach war ist worden, will ich anderngemeinen Weissagungen desto bedächtlicher Glauben geben. Des Liechten-bergers hat noch Zeitt, die auch entdeckhen würdt, ob Theophrasti Auss-legung gelten solle oder nit.

Röslinus will den Liechtenberger geistlich aussiegen, macht zweyerleyTürckhen, leibliche vnd geistliche, vnd meint, es werd Liechtenbergers Prophe-zeyung war an denen . die sich geistlich nach dem Türckhen arten. Bringtseins Vnderscheidens ein conjecturam auss dem doppelten Namen Gog vndMagog, vnd macht ein universal Regel, es seyen geistliche vnd leiblicheAbrahams Kinder, also auch geistliche vnd leibliche Ismaeliten, vnd wie esdie geistliche Kinder Abraham nit hindere, dass sie nit leiblich beschnitten,also heiß es auch die geistliche Türckhen nit, dass sie getaußt. Wie es auchdem Ismael nit geholßen, das er beschnitten. Schliesst derhalben, wie dieVerheissung Abraham beschehen, seinen geistlichen Kindern gelte, also wer-den die Weissagungen vom Türckhen an den getaußten Türckhen war. Ent-lieh zeigt er an, wen er meine, nämlich die Spanier, wölliche am Reinstromevbel haussen, vnd möcht an Inen Liechtenbergers Weissagung war werdenvnd dan in gemein aller Parteyen Kriegsleütte.