IV. Astrologica.
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14 getheilt sind, geschieht von Gedächtnus wegen vnd mit Ausslassung etlicherGlider, aber gar nit etwas darmit ins künlftige zu erweisen. Wie dan Rös-linus so vil exempla nit führet, die den septenarium gehalten. Ich will Imemehr zeigen, da der septenarius regentium nit statt liatt.
In annis quidem imperatorum multi tribuunt aliquid numeris, in cata-logo vero Principum non item. Doch wolt Ichs von der Menige wegen der-jenigen, wölliche sich mit Pythagoricis numeris belustigen, passiren lassen,wan er nur recht mit vmbgienge.
In die erste 1000 Jahr, so Ime das erste Alter der Welt machen, setzeter 7 Regenten. Ich find Irer Neun, dan im Tausentesten Jahr ward Lamech125 Jahr alt. In den andern 1000 Jahren zehlt er 14, ich Rind Irer nur 10mit Noah, oder 11 mit Abraham, dan anno 2000 ist Abraham 50 Jahr altgewest, vnd so fortan, vnnoth alles zu aüssern. Derohalben Rüslinus sichnit zu verwundern hat, dass im 4ten und 5ten Alter 14, im sechsten 28, imsibenden 56 gefunden werden vnd also die Zahlen gerad in doppelter proporzwachsen; dan er Ime dise Gauckeley selber für die Augen mahlet vnd kliandemnach nit schliessen, das im letzten eben zwey mahl 56 vnd in allem4 mahl 56 Bäpste sein müessen.
Also vnd fürs 2ligiste will er gleiches durch die Zahlen der RömischenKayser einführen vnd findt 3 mahl 42 alweg zwischen zweyen Veränderungen,doch mit seinem Vortl, dan weil 44 Kayser vor Constantino Magno, dem erstenChristlichen Kayser, gewest, lasst er Julium vnd Augustum aussen vnd falletan von Tiberio. Gleiche Mittel hat er gefunden, biss er auss 47, zwischenConstantino vnd Carolo Magno, item auss 46 erwehlten, zwischen Carolo M.vnd Rudolpho II, liatt baiderseits 42 gemacht, nur allein weil 3 mahl 14 oder6 mahl 7 ist 42 vnd damit jetzo das Register der Kayser auss seye. Vndda einer sich wundern möchte, warum in 300 Jahren 42 geherschet, hernachin 800 auch nur 42, gibt er auch ein Vrsach: Gott hab Inen als Heidenwegen Irer Tyranney das Leben gekürtzet; die Mittel-Vrsach aber ist diese,weil Jene oft einander selber erwürget, dise aber mehrentheils Jeder seinesVorfahren natürlichen Todt erwartet; darzue dan noch mehr verhülflich ist,das man heutiges Tags mit der Wahl nit gar zu frei gehet, sondern beyeinem Stammen pleibt, da der Sohn auf den Vater auch mit wenig Jahrenfolget. In massen er dan von Bäpsten recht argumentirt, dass Irer darumbso vil werden, weil man betagte wehlet vnd (hinzuezusetzen) der Cardinal vilseind vnd ein jeder gern wollte, dass die Dignitet bald an Ine gelangete.
Da man Röslino aber fürwörfie, der Griechischen Kayser wären auchvil mehr, dan der Teutschen, antwortet er, das sie auch tyrannisch vnd vonGott gestraft worden. Ist abermahl die nähere Vrsach, dass sie vilmahl ein-ander selber erwürget.
Ich will aber Ime hiermit in andere Weg begegnen, dan es der Vernunftgemässer, dass Gott die Menschen respectiere vnd nit die Zahlen, vnd da Er dieZierlichkeit in Zahlen suechte, hiermit dem Menschen selber zu kurtz oder zuvil thuen möchte. Dan in diesem Fall die Zahlen nit also statt haben, wiein dem Ordinari Gepew himmels vnd der Erden, wülliches pleiblich, derMensch aber sterblich vnd also erschaffen ist, das er sich per generationesgar perpetuiren solle, zu geschweigen, dass Ime ohne Ansehung seines Ver-schuldens solle ein Zahl bestimmet werden. Geometrica Geometricam habenta Deo pulchritudinem, Ethica Ethicam, Physica physicam, das soll Röslinusnit confundiren, sonst würd es auf den Heidnischen Versiculum khommen:
Ludit in humanis divina potentia rebus.