Band 
Volumen VIII. Pars I.
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Collectanea ex codicibus Pulkoviensibus.

90 Tage zu dem alten Griechischen Jahr oder 354 Tägen gesetzt werden,so bring die summa 444 Tage: Nämlich 15 Monate. Dieses hatt Censorinusgelesen, vnd darneben in Suetonio gefunden, das auch Confusionis annus habgehabt 15 Monate, ist derhalben drauff gefallen, Annus Confusionis habe ge-habt 444 Tage oder 445, weil das Römische Monds Jahr eines Tags lengergewest, dan das Griechische, Nämlich nit 354, sondern 355 gehabt. Undweil Er gewust, das der Monat Merkedonius einer auss den vberentzigen aussgewohnhaitt nur 23 Tage gehabt, hatt er 23 von 90 abgezogen, ist geplibeti67, hatt derhalben fürgeben, die vberenzige zwen Monat zwischen Novembrivnd Decembri haben zusamen gehabt 67 Täge. Drauff ist khommen einHistorischreiber auss Aegypten, Dion Alexandrinus, wöllicher disen fabeln einenmehrern Zusatz gegeben: widerspricht der anderen mainung, vnd will es bessermachen, Nämlich also, weil in seinem Vatterland, in Aegypten das Jahr habe13 Monate, nämlich 12 Monate zu 30 Tägen, vnd den dreyzehenden Kurtzenvon 5 Tägen (dan sie den ersten Tag gleich sowol Neomeniam Epagomenontituliren) vnd aber Julius Caesar seinen Calender in Aegypten geschmidethabe, vnd Suetonius bezeuge, das Annus Confusionis habe gehabt nit 13, son-dern 15 Monate, so folge, das Julius Caesar noch zwen Aegyptische Monate,das ist 60 Täge, dasselbigmahl hinzugesetzt, das also Annus Confusionis nit445 sondern 425 Täge gehabt liett. Doch khönde man auss disen 60 Tägenwol 67 machen. Dan Caesar auss den 5 Aegyptischen Tägen kheinen be-sondern Monat gemacht wie die Aegyptier, sondern dieselbige auch mit denvorigen 60 eingeflickhet; ferners hab er auch dem Februario von seinen30 Tägen (so lang ein Monat in Aegypten ist) die 2 genommen, das Er alsoheiitigs Tages nur 28 Täge habe. Nu dise 2 vnd die vorige 5, vnd die 60,bringen zusamen 67 Täge. Davon geben die 60 zwen gantzer Monate zu30 Tägen, die vberige 7 hab er herumbgetzettelt, das siben Monate, nämlichJanuarius, Martius, Majus, Julius, Augustus, October, December, jeder vmbeinen Tag mehr bekhommen, dan ein Aegyptischer Monat, nämlich nit 30,wie die vberige, sondern 31. Hatt also der guette Dion gemaint, weil Ervon gebürt ein Aegyptier seye, wolle er den Römern etwas entdeckhen, dassie zuvor nit gewust. Aber es hatt Ime gefählet, dan von vhralten Zeittcnhero hatt der Februarius 28, Martius, Majus, Julius, October Jeder 31, dievbrige jeder 29 Täge gehabt. Item erscheint auch hierauss, das Annus Con-fusionis nit habe 425 Täge gehabt, weil drey Jahr zuvor das Aequinoctiumist gewest den 16. Maji, oder Idibus, wie ex Epistola Ciceronis ad Atticumoffenbar.

Weil den nun alle dise Zeügnussen vom Alten Römischen Jahr ver-dächtig, hab Ich gethan, sovil mir müglich gewest, vnd die Zeit erwehlet.

Dan kund auss Suetonio, Manilio, vnd Germanico Caesare , das Augu-stus sub Capricorno geboren. Nu hatt zu derselbigen Jahrszeitt Capricornusnit khönden im anffgang stehen, dan die Sonne im Auffgang vnd damahlenim Krebs oder Löwen gewest, sovil khän man wol beyläuffig wissen. Folgtderohalben, das der Mond im Stainpockh habe sein müessen. Wie man nochheutiges Tages redet, Im Zaichen des Stainpockhs, verstehe, ward der Mond.Auch beweist Scaliger, das die alte Astrologi also geredt, vnd vil auff denMond gesehen. Cicero II. De Divinatione: Cum ut ipsi dicunt ortus nas-centium Luna moderetur, ea animadvertunt ac notant sidera natalitia Chaldaei,quaecunque Lunae juncta videntur. Derohalben Augustus, nach der JetzigenJuliauischen Jahrsordnung, wan man sie hinder sich erstreckt, eintweder den