Band 
Volumen VIII. Pars I.
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IV. Astrologica.

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2. 3. Julii, oder den 29. 30. Julii geboren sein muess. Es ist aber glaub-licher vom 2. Julii, damit der güetige Jupiter in oriente vor der Sonnen hergehe, vnd der Mond in domo septima in Capricorno stehe, dan die Nativitetmuess guet gewest sein, weil sie von dem Astrologo Theogene so hoch ge-halten worden.

Hierauff hab Ich ein Thema Coeleste gerechnet wie folget.

Luminaria ambo in angulis, et Jupiter in cuspide orientis, orientalis aSole, et satelles ejus Luna plena in opposito Jovis, Solis, Mercurii, Mars qua-drato feriens utrumque Luminare, Jupiter in sextili Saturni. In Medio Coelilocus magnae conjunctionis, Sol in sextili Saturni.

Wie nu dise Nativitet einer Kayserlichen Genesi gleich sihet, also rei-met sich jetzo auch die Zeitt nit vbel. Dan vom 2. Julii des 63. Jahrs vorChristi gebürt biss 25. Martii des 44. Jahrs, in wöllichcm der JulianischeCalender seinen Anfang genommen, seind 6476 Tage, weil es dan im Popi-lianischen Jahr solle der 23. September gewest sein, so zeuch ab die vberigeTage, biss zu end desselben Popilianischcn Jahrs, in einer summen 95, pleibt6381. Gleichsfals zeiich ab den anfang des Julianischen Ersten Jahrs, bissaufF den 25. Martii, in einer summen 84 Tage, so pleiben 6297 Tage, für17 alt Römische Jahr, drunter das letzte oder Confusionis annus soll 445 Tagegehabt haben, Zeüch also 445 Tage davon, pleiben 5852 Tage für 16 Popi-lianische Jahr, da 16 Julianische 5844 Tage haben. Sölten 5860 Tage sein,dan alwegen 4 Popilianische vmb 4 Tage, vnd also 16 vmb 16 Tage zu langgewest, wan man die alte Ordnung zu schalten gebraucht hatt: nämlich ainsvmbs ander 22 vnd 23 Tage. Weil man aber offt vmb anderer Vrsachenwillen einzehle Tage hatt aussgemustert, khan solliches wol auch in disen16 Jahren etlich mahl geschehen oder aber eins vmbs ander 21 vnd 22 Tageeingesetzt worden sein.

Derhalben wan gleich mein praesuppositum falsch wäre, das der Mondim Capricorno gewest, würde doch glaublich sein vnd pleiben, das wir nitvber acht Tag Irr güengen.

So nun ein anderer hievon E. K. M. einen gewissem bericht thuenkhan, dem will ich den Preis geben vnd gern von Ime lehrnen. —

Allergnedigister Herr.

E. Kay. Mt. haben mich eines Vnvleisses verdacht, als ob Ich GenesinAugusti nit genuegsam erkundiget hette, vnd seind allerdings deren mainung,Augustus sey geboren Horoscopante Capricorno.

Hierumb will Ich Verba Authorum setzen. Vnd nim erstlich an Scali-gerum pro indice eorum qui de hac re scripserunt. Dan er gar vleissig, vndnit bald einen authorem vbersihet, der von einem ding schreibet. Diserschreibt nu Libro de Emend. Temp. fol. 415 also: „Augustus natus est IX. Cal.Oct. M. T. Cicerone, C. Antonio Coss. Capricorno horoscopante“ (da ist erE. K. Mt. beyfällig) „auctoribus Suetonio, nummis argenteis Augusti et Cae-sare Germanico“.

Was nu dise authores bezeügen , das muss geglaubt werden. Nu be-zeugen sie nit, das Capricornus horoscopirt habe oder in Ascendente gestan-den sey. Dan erstlich braucht Suetonius dise Wort: „Nummum argenteumnota sideris Capricorni, quo natus est, percussit,“ Hie würt zwar des Capri-