Band 
Volumen VIII. Pars I.
Seite
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IV. Astrologie».

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Mathematici für ein Judicium gemacht, will er auch ein mal dem herren nachher zue-schicken. Hiemit vns sembtlige in schütz des allerhoegsten empfehlendt. DatumWien den 16. Decembr. 1624.

Des herren dienstbereitter

Gerard von Taxis.

Ob. Leutnandt.

Edler vnnd Gestrenger

Insunders lieber Herr Fendrich, dem Herrn sein meine gantz willige dienst, nebenwunschung von Gott dem Allmechtigen aller glücksehliger wollfart beuor.

Heudt hab ich gleich noch einen brieff von Ihrer fürstlichen Gnaden von Wald-stein empfangen darinnen er mir schreibt, das er seine reise hiehin zu kommen auff14 Tagen noch eingestellt habe, aber das sie Jnner 14 Tagen vermeinen von Pragauf zu sein. Inmittelss schreiben sie mir dise nachfolgende formalia.

„Vor 8 Tagen hab ich euch die Natiuitet so mir der kepler vor 13 Jahren ge-„macht hat, geschickt, aber dieweil etliche Sachen theils zu frue, theils zu spat ge-setzt, so hab ich, wan sie mir begegnet seint ad marginem darzue geschriben, wer-„det also das Judicium von ihm müssen sollicitiren, aber etwas weitleuffiger als vor-„her geschehen ist. aber wans müglich ist so wolt ich gern, was ich alle Jar vor„glück oder vnglück haben kan, von ihm hoeren, auch ob ich noch fort im Krieg con-„tinuiren werde oder nit, auch ob ich mein mansion vnd entlieh den thodt im Vatter-„landt oder ausserhalb haben soll. Dau etzlige matematici concurriren vnd sagen,„ich solt ausserhalb des Vatterlandts wohnen, vnd auch nacher sterben, vnd die meiste„sagen, ich solt von Apoplexia sterben, darüber nun wolte ich gern sein discurs hoeren.„Ich vermeine Innerhalb 14 Tagen zu Wien zu sein. N. B. auch was für nation oder„profession seyen meine occulti et publici inimici, dan das kan man auss dem themate„gar wol wissen.“

So bitte ich den herrn nun gantz dienstlich, er wolle mir die grosse freundt-schafft erzeigen, vnd zum herrn kepler sich verfüegen, von ihm zu vernehmen, ob erin der sach zu laboriren angefangen hab, vnd ihm beynebens Ihr Fürstlichen Gnadenhieuorgesetzten begeren ad verbum zu wissen thun. Doch celato nomine Principis.Wolt auch gern wissen, ob er darinnen zu laboriren hab abngefangen, damit ich vber-morgen wisse was ich für antwort Ihrer F. G. schreiben kan. hiemit thue ich michdem Herrn dienstlich befehlen, und eine guedte nacht wünschen. Datum den 22. Dec. 1624.

Des Herrndienstbereitter

Gerard von Taxis.

Ob. Leut.

(Inscriptio : dem Edlen vnd GestrengenHerrn Fendrichen von Hohenkirchen, MeinemInsunders lieben Herrn und guedten Freundtzue haenden. Wien.)

Edler Ehrenfester vnnd Hochgelehrter Herr Keppler, dem Herren sein meineJedertzeit gantz willige dienst, neben wunschung von Gott dem Allmechtigen, allesgluck vnd heils, beuor.

Vnd thue dem Herren zu wissen, das Ihre Fürstliche Gnaden Hertzog zu Frid-landt mein Gnedigister Herr, alss dieselben Mitt dem Kayserlichen Ihnen vndergebenenFolckh von Pragh auffgebrochen, Mir dise Eingeschlossene, des Herren labores vndJudicium, zuegestelt, vnd befohlen, dem Herrn von Ihrentwegen Ihre Fürstlichen gruess,neigung vnd Gnad zu vermelden, dises dem Herren mit Erster gewisser gelegenheitzue zuschicken, vndt freundtlich bitten, Er wolle derselben die grosse freundtschafftertzeigen, vnd dises sein Judicium vnd arbeitt besser limiren, particularius (wo müg-lich) sein bedüncken vnd Judicium zue erklaeren, vnd aussfürliger, auch weittleuffiger,vnd auff die zuekünfftigen Jaren diffusius vnd particularius sich erstrecken, vnd seine