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Collectanea ex codicibus Pulkoviensibus.
Edler Ehrenfester Insunders lieber Herr Kepler, dem Herrn sein neben wun-schung von Gott dem Allmechtigen alles gluckh vnd teils, meine willige dienst beuor.
Von Einem berrn bin ich gebetten worden, In aller freundtschafft den herrnzu ersuecben vnd zu bitten, sein Judicium vber sein horoscopum vnbeschwerdt zumachen, oder wie man sagt, die inclination seines glücks oder vnglücks die ihm dieastra portendiren, auss der Stunde seiner Natiuitet, Nach des herrn Juditio, zu Stel-len. Soll ihn desselben herrn nahmen in aller freundschafft vernehmen, ob ihm derherr hierinnen gratificiren will, wan derselb des herrn verwilligung durch mich ver-nehmen wirtt, alssdan wirt er mir die stunde seiner gehurtt zu wissen thuen, damittich es dem herren berichte. Hoffe von dem herrn keine ahschlaglige antwort zu he-kummen. Der herr kann versichert sein, das er für seine Mühe vnd arheiteine guete vnd merklige Verehrung bekummen wirtt. So der herr mirseine antwort seiner hewilligung in diser Mühe zuekummen zu lassen begert, So wolleer seine brieff, damit sie nitt verlohren sondern recht adressirt werden, dem herrnFendrichen Hehkirchen vnder seiner coperta zueschicken, von denselben werde ichdie brieff am sichersten vom herrn bekummen. Verhoffe der herr wirtt gegeneiner guedten recompens dasselb nit abschlagen. Hiemit thue ich vnssembtlige in Schutz des allerhoegsten befehlen. Datum Wien den 20. Noveuib. 1624.
Des Herrn dienstwilliger
Gerard von Taxis.
(Inscriptio: dem Edlen vnnd Ehrenfestenherrn Joanni Kepplero, der Landtschafft Oester-reich oh der Enss etc. bestehen Mathematicoetc. Meinem Insunders lieben Herrn zue Hän-den. Llntz.)
Edler vnnd Ehrentfester Ilochgeleerter herr, dem herren sein meine Jederzeittwillige dienst beuor. Derselbe Behmischer herr, der den herren freundtlich hat er-suechen lassen, ihm seine Natiuität zu stellen, vnd der herr Fendrich Hiekircher dess-wegen mit dem herren tractirt, der herr auch gunstichlich bewilliget die Mühe auffsich zu nehmen, wie dan auch gewiss derselbe herr, dem herren miteine ahnsehelige Verehrung hergegen entgegen gehen wirt, Hat mir dasthema vnd discurs so der herr selber vor 17 vngefehrlich Jahren gemacht hat zue-geschickt, damit ich dem herren denselben zu handen stellen, Er sich darinnen er-sehen koennet widrumb, vnd dieweil die Vhren nit alle zeit recht gehen, darauss danbisweilen gefehlt wird in der computation, hat er ad marginem etzlige accidentia gesezet,so ihm widerfahren, der herr sie ihm auch predicirt, aber etwan vmb ein Jahr Spaetteroder früher geschehen, auss denselben die rechte Zeit der gebürt, vnd minuten derstundt colligiren, also das thema rectificiren, vnd seinen discurs darüber desto bahsmachen koennet. Derselb herr lass den herren bidten, er wolle keine mühe schpaa-ren, ess soll von ihm dem herren woll vergolten werden. Seinen discurs vber dieNatiuitet latius et particularius si possibile est diffundiren, vnd Ja gar nit schmei-cheln, sonderen runt auss seine meinung ohne schew erckleeren. Ist also sein bege-ren das wan der herr dass thema hierauss wirt rectificirt haben, das der herr alss-dan etwas weitleuffiger sein discurs drüber mache, doch* bitt er der herr wolle nitaduliren, sundern den geraden wegh durchgehen. .Ess setzen ihm andere Mathematici,I) er soll ex appoplexia sterben, auch alss solte er 2) extra patriam officia vnd gue-ter erlangen, 3) dorten extra patriam sterben. Wolt auch gern das der herr seinJudicium stellet, 4) ob er noch lang in kriegswesen continuiren soll, 5) wo vnd in wasvor landen, vnd 6) oh glückh oder Vnglück darbei sein soll. Wegen der 7) feindthab der herr gar woll gesetzt, aber er wolte gern haben, 8) was es für feindt seyen,D) vnder was für ein Zeichen sie wohnen, dan andere mathematici setzen, das seineLantssleudt 10) die Behmeu sollen seine groeste feindt sein. Sunsten bittet er auch,der herr wolle desto vleissiger alle Sachen vnd accedentia aunotiren. Was andere