Band 
Volumen VIII. Pars I.
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Collectanea ex codicibus Pulkoviensibus.

wenig bedachtsame Philosophi, auch vndern Hohen Potentaten, vnd vndernHistoricis, welcher Exempla mann pflegt einzueführen.

Ferner schreibt Herr von Taxis, bittendt, ich solle die Nati vitet latiuset particularius, si possibile est, diffundirn, Item, wann ichs werde rectificirthaben, soll ich alssdann meinen Diseurs etwas weidtleuiltiger drüber machen.

Diss begehren aber hab ich, sovill die Irdischen Particulariteten an-langet, allberaith zueruckh getriben, zwar mangelt den Astrologis gar nit anMaterien den Leuthen ihren fürwiz zuebüssen: Wann ich aber auf solche lie-gulas nach Philosophischen examine ganz nichts halte, so frag ich, ob dannan mich begehret werde, das ich mich nichts desto weniger als einen Come-dianten, Spiller oder sonst einen Plazspiller sollen brauchen lassen? Es seindder Jungen Astrologen vill, die lust vnd glauben zue einem solchen Spillhaben, wer gern mit sehenden äugen will betrogen werden, der mag ihrermühe vnd Kurzweill sich betragen, die Philosophia vnd also auch die wahreAstrologia ist ein Zeugnus von Gottes werckhen, vnd also ein heilig, vndgar nit ein leichtferdig ding, das will ich meines theils nit entunehren.

Jedoch anlangendt die Himlische Particulariteten, will ich deroselben,als nemblich die Revolutionem Directionum vnd Transituum auff die khünff-tige Jahr nit vergessen, vnd also diss ortts die begehrte mehrere Particula-ritet praestirn vnd einwenden.

Es folgt in des Herrn von Taxis schreiben ein ganz Register von laut-ter Particularfragen, dahero verursachet, weill andere Astrologi allberaith ihrenaussschlag über dieselbige, oder villeicht die erste anleitungen auf solchefragen zuegedenckhen gegeben haben (v. s. p. 346 ).

Ich andtwortte auf diese vnd alle dergleichen fragen erstlich haubtsäch-lich, wie bisshero: Welcher Mensch, glehrt oder Vnglehrt, Astrologus oderPhilosophus in erörtterung dieser fragen die äugen von des Gehörnen eignenWillchur abwendet, oder sonsten von seinem Verhalten vnd Qualiteten gegenden Politischen Vmbständen betrachtet, vnd will diss alles bloss allein ausdem Himmel haben, es sey gleich jezo Zwangs oder nur Inclinations vndNaigungs weiss, der ist wahrlich noch nie recht in die Schuell gangen, vndhatt das Licht der Vernunft, das ilime Gott angezündt, noch nie recht ge-puzet; vnd wann er der Sachen nur mit Vleiss nachsinnet, würdt er befinden,das diese fragen baides zucrörttern, vnd auch fürzuelegen eine rechte vnsin-nige weiss seyen, Ich meins theills sage Gott danckh, das ich die Astrolo-giam so vill gestudirt, das ich nunmehr vor diesen Fantaseyen, welche inder Astrologorum Bücher heuffig zuefinden, gesichert bin. Wann der Himmeldergleichen vermöchte, so würde er Ja alle vnd jede menschen, welche zueeines Gebornen Glückh concurrirn, jeden für sich selber durch sein eigne Na-tivitet regieren müssen, vnd nit durch die einige Nativitet des Gebornen, welcheder Astrologus ansihet, vnd die andere anderer leuth eigne nit wissen khan.

Dann was anlangt die erste frag de genere mortis, die sihet zwar derNatur am allergleichesten vnder allen andern; wie villfiiltig aber ein Natür-liche Disposition durch vnderschidtliche Diaetas vnd Verhaltungen verendert,vnd verstellet werden möge, ist droben gesagt, vnd dahero offenbahr, daseinem jeden Planeten gar vnderschidtliche vnd offt in Medicina widerwärtigeKranckheitten zuegeschriben werden. Die Astrologi haben allhie ihr aufsehenauf Martem in Octava, vnd Venerem ejus Dominam in eadem, et receptionemeorum mutuam. Weill nun Mars bedeuttet violentam Mortem, vnd VenusNaturalem, so mischen sie es, vnd machen eia Apoplexiam darauss, das ist