Judicium matris Kepleri.
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petitum, ne de causa m itris referret, „darüber sie gehörender massen von mir ab- vnndhingewisen worden. Wann ich daun, pergit praefectus, von einem Burger alhie (derdiser Tag zu Hewmaden gewesen) verstendigt, das Sie Kepplerin von Ilewmaden aussnach Lenz oder Prag, der orten sie einen Son hatt, verschickkt werden solle: Alsohabe Ich nochmahlen vnderthenigen Bericht thun wellen, weyl die Sachen mit JergHallers (von Ir lfeppleiin beschedigten) medl noch der Zeytt übel stehn, ob E. F. Gn.das einziehen gemeltter Kepplerin, vilen Verdachts vnnd vorhabenden Aussreissenswegen, dem Vogt zu Stutgartten (in dessen Amptung es ist) in gnaden bevoklen het-ten. — Ilis adseripserunt consiliarii Stuttgartienses: Vogt alliier soll alsobalden seinAnstellung machen, dass vssermelli Weibs Persohn zue Ilewmaden in dem Pfarrhaus’sauffgehebt vnd verwahrlich dem Vogt zu Leonberg in Ilafft geliefert werden, folgentswann sie zur Handt gebracht, dem Vogt zu schreiben, solche Persohn verwahrlich an-zunemmen, vnd fernem bescheidts daruff zugewarten. Decr. in Cons. 2. Nov. 1616.Praefectus Stuttgartiensis d. 4. Nov. nunciat, illam Ileumada Esslingam ad D. Flei-nerum transiisse, cui relationi decretum consilii Stuttgartiensis (d. 5. ej.) adscriptumest „beeden Vögten zu Stuttgart vnd Leonberg befelch zuertheyleu, wann II. KeplersWittib sich im Landt betretten werden lassen, solten sie Bestallung machen, solchezur Ilafft zu nemmen, vber zuvor einkommene Puncten examiniren, vnd fernem be-scheidts erwarten.
Quae praefectus Leobergensis d. 22. Oct. 1616 consilio Stuttgartiensi de Kep-leriae facinoribus denunciaverat, repetit Georgius Haller, petens d. 29. Nov., ut exbonis viduae ipsi „zu seiner, von der Catharina Kepplerin durch Zauberey vbel vnnderbärmlich zugerichten Kinder Vnderhalltung Ichtwas verordnet vnd verfolgt werde.“Hanc petitionem praefectus Leobergensis Stuttgartiam misit , affirmata Halleri vera etconstituta accipiens, Ilallerum esse „ein ganz armer gesell“, possidere praeter 6 liberosdomunculam vilem, Kepleriam vero bonis uti amplioribus mille circiter florenorumaestimatis. Responsio: Der Vogt solle dem supplicanten anzaigen, dass man Ime nochder Zeit vsser bewegenden Vrsacben in seinem begern nicht zu willfahren wisse, wa-fer er aber armut halben seinen Kindern nicht rhat schaffen, noch sie notwendiglichvnderhalten köndte, möge er bey gemeiner Statt oder dem Armen Kasten vmb hilffansuechen. Vnd dieweil obgedachte Wittib flüchtigen fuoss gesetzt, Er Vndervogt Ver-ordnung thun soll, dass nit allein Ihr Vermögen (vermög der Landzordnung), da es nichtalberait geschehen, gebiirlich inventirt, vnd Ihr darvon nichtzit hinaussgevolgt, dar-neben hievor bevolhener massen guette achtung vff Sie gegeben, damit selbige zurHafft gebracht werden möchte. Actum Stuttgart d. 2. Dec. 1616. Janowiz, Brastberger.
Die 22. Dec. 1616. refert Keplerus Maestlino: „Etsi posterioribus tuis(5. Oct.) adjunctae fuerunt literae meorum, quibus pericula continebantur etcalumniae sceleratissimae et potentia adversariorum et cursus justitiae inter-cisus, quibus tragicis narrationibus animus abreptus vix ad respondendum serecolligit, tamen, quia mittendus est tabellarius, piaculum videbar committere,si nihil responderem. Venit interea frater meus cum matre.
Initio anni 1617 pastor Binder et Christophorus Keplerus his adierunt principem'Durchleüchtiger Hochgeborner Fürst,
E. F. G. pitten wir vnderthönige gehorsame vnser höchstes anligen in Gnaden ge-wehrlichen zuvernemmen.
Gnediger Fürst vnd Herr, demnach vnser Liebe Alte ettlich vnd sibentzig järigeMuter vnd Schwiger Catharina, weiland Heinrich Kepplers seligen Wittib, vor ohn-gefahr anderthalb jaren von Vrsula Jacob Reinboldts hausfraw allhie zu Leonberg,(so sonsten viler lasterhaften stück, sonderlich aber reverenter zu schreiben der kur-rerei halber bei meniglichen allhie verhast, in massen dann dieselbe vor vihlen jarenangeregter Vnzucht wegen in den Diebsthurn ein zimliche Zeit gelegt worden) beivilen Ehrlichen personen nicht allein vor ein öffentliche Hex vnnd Ohnhold diffamirtvnnd aussgeschrihen; sondern auch höchst nachteiliger masser., ohne einigen grundtbezichtiget worden, sie habe einen schädlichen hexen Trunckh ihr vor dreien jarendergestalten zugerichtet, das sie die tag ihres lebens ein armes Elendes mensch seinvnd bleiben müsse. Nuhn hatt gleichwoll vnser Liebe mitteingeschlossene Schwigervnnd Mutter angeregten Lasterhafftenn bezüg ein zimliche Zeit allein vor blose Worttvnnd Weiber reden gehalten, in betrachtung Stattkündig vnd meniglichen bewust,was Krauts vnd Namens sie Vrsula von iedermann gehalten wirdt, also das wir sament-hafft vermeint, wir würden vns an keinem Rusigen Kessell sauber machen, dann auch