Band 
Volumen VIII. Pars I.
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Judicium matris Kepleri.

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Canzley vnderthenig vberschickhen solten, als hat h einigen Rechtstags ermelterCommissarius solch Examen verschlossen eingebeu, welches beede Partheyen fürpubliciert angenommen vnnd darvon Copias begert. Dcrowegen vnnd dieweil zimb-liche Argwöhn vnderlauffen, so haben wür nit vnderlassen sollen, noch wellen, E. F. G.gnedigem Bevelch schuldige Volg zulaisten, vnnd das rotulum Examinis hiebei inVnderthenigkait zuvberschickhen etc. Vogt, Burgermaister vnd Gericht zue Leonberg.

Adscripta resolutio haec habet: der Botulus Examinis solle Vogt, Bürgermeisternvnd Gericht zue Löwenberg wüder zugefertigt, vnnd dabey geschriben werden, mitdem Process fürzugeheu, vnd wann Sie bedenckhens, nach gethanem beschluss zuevrtheylen, vordrist bey der Vniversitct zue Tübingen zue consuliren, alssdann Ir Be-denckhen vnd Vrthel vor der publication zur Canzley zueschickhen, vnd fernem be-scheidts gewardten.

In Consilio 15. May 1618.

Comes de Leiningen. D. Broll, Schnepf, D. Rösch.

Reinholdus, non contentus hac sententia, adit consilium Stuttgartiense d. 17. Junii,item ejus uxor et praefectus Leonbergensis d. 18. Junii 1618, petentes, ut Kepleriain carcerem conjiciatur. Summa harum petitionum haec est: praefectus refert mittenspetitiones quas modo diximus: nachdem die der Hexerey halben hochverdächtigeCatarine Keplerin (welche seit ihres aassreissens, so vor vugevar siben Vierttel Jarenbeschehen, von mir niemahlen alhie gesehen worden) vor zwey tagen alhero körnen,hatt die Supplicantin vnd jr man hechlich begert vnnd gebettcn, Ich solle Amptzhalbenvff die jenige E. F. Gn. jr Keplerin wegen im Octob. vnd Deeemb. anno 1616. er-tbeiltte gnedige bevelch, Sie Keplerin in Halft oder Verwarung nemen, biss zu Auss-gang jres rechtlichen Process. Weyl aber E. F. G. dem Kay. Mathematico JohannKepleru sub dato 23. Nov. 1617 gnedig bewilligt, Sie Keplerin sein mutter widerumbmit jme nach Lenz zu nemen (so doch nit beschehen), habe ich die Supplicantendamit abgewisen.

Wann aber zu besorgen, das in Verhöruug der Supplicantin vorhabenden ge-zeiigen nit wenig wider Sie Keplerin erwisen vnd beygebracht worden (inmassen vonjr Keplerin Selbsten eruanter gezeiigen theils ebenmessig beschehen), sie aber desAussgangs nit erwarten mochte: als stetli zu E. F. G. gnedigem gefallen, weil SieKeplerin jr vermögen vnnd einen Sohn alhie, bey deme sie sich so wol, als zu Hew-maden vffhaltten ktindte, der Supplicantin (die ein imerwehrenden Schmerzen an jremleibe haben solle) gnedig zu wilfahren.

Reinholdus refert: dieweil jch gesterigs tages die nun mehr lange Zeit flüchtigeKäppleriii zu Lewenberg angetroffen, habe jch den Vnder Vogt ambtshalben ersucht,sie in Krafft wegen Jergs Hallers tücliterlin empfangenen befelchs in Halft zu nemmen.Darauff sie zwar auffs raht hauss bescheiden, gegen mir vnd meiner lniussfrawenconfronlirt, vnd ein Spruch ergangen, weilen andere befeleh in medio, auch ein solchesnoch nicht richterlich erkent, also wider fort gelassen, mir aber von dem Waissen-gerücht die andeüttung gethan, dafehr E. F. G. es nochmahlen bey dem befeleh

jhres Captus halten lassen wellen, sie beygefangen werden solle.Als ist mein

vnderthönig hoch vleissig bitten, die geruwen, eh vnd dan sie widerumb aussreisste,angeregten befeleh an hiesigen vnd Stuttgartischen Vogt gnädig erfrischen zu lassen,auff welchem fall vil bösse Vnthaten vngezweifelt von jhr erlernet, vnd mein sach, somich armen Mann nun mehr etlich hundert guldin gestanden, simultaneo processuerörtert werden möge etc.

Ursula Reinholdia repetit querelas de potu malefico et sumtibus consnmtisadditque insuper haec nova: dixisse Kepleriam, .potz , gebebt sich die Glasserin obdem trunckh also, jch hab eben dass vnrecht Kendtlin erwüscht.“ Porro affirmatUrsula, filium Kepleriae Ilenricum de matre sua questum es-e „sie frühne nicht rechteSachen,, selbige hab ein Kalb zu todt gerütten vnnd jme dauon einen Braten zugericht,wolle selbsten Sie destwegen bey der Obcrkhait verclagen, inmassen dann auch zuverificiren, dass sie eines Burgers töchterlin das Hexenwerckh lehrnen wolle, auchdarbey aussgeschlagen, es sey weder Hell noch Himel, sonder w. nn ein Mensch sterbe,seye es mit demselbigen, alss einem vnveruünfftigen Vieh besch.affen, vnd alles auss.Bey welchem verpleibt es nicht, sondern Sie Keplerin ist auch so vermessen, das sievon dem Todtengräber Ihres Vatters Kopff begehrt, fürgebendt sie weite selbigen zueinem Triinckhgesclnirr gebrauchen. Alss aber der Todtengräber wie ers der Obrig-khait zuvor anzaigen miiesste zuverstehen gegeben, hat sie solches zuthun hoch ver-betten. So ist auch ferners beyzubringen, das Kepleriu dess Zieglers weib am fuessreverenter verletzt, dem Maidlins Schuolmaister, wie auch dess Barbierers gesellen

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