Band 
Volumen VIII. Pars II.
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739
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1600 . 1601 .

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Maestlinus more consueto non respondit, Hafenrefferus vero, a quo ut ad scri-bendum impelleret Maestlinum Keplerus petierat, respondit „pridie passionis Domini-cae, magna se diligentia et studio res Keplerianas conficere conatum esse“. Tua, in-quit, mecum dormit mecumque vigilat incolumitas ct salus. Quid in mathematica pro-fessione in academia nostra mutari possit, una tecum non video. Dein suadet Hafen-refferus, ut Keplerus cum aliquot nobilibus Tubingam transeat, hinc alias occasionesexspectandas esse.

Keplerus in Saxoniam eadem fere quae Maestlino scripsit et non minus irrita,cum Polycarpius Lyserus, a sacris principis orator Dresdae, d. 19. Jan. 1601, scri-bat: Literarum tuarum finem esse video hunc, quod honestam aliquam functionem in-quirere cupis. Ego certe optarim me medium esse posse, per quod et tibi et aliisbonis prospiceretur. Si Pragae nullam mansionem invenire possis, non dissuaderem,ut tentandae fortunae causa Wittebergam te conferres. In nostra aula non video,quid sperare possimus. (Inscriptio: D. M. J. Keplero, mathematum et medicinaecandidato.)

Quae Keplerus illo anno apud Tychonem egerit, supra ad annum 1600. e literisad Longomontanum datis exhibuimus.

Fragmentum literarum Kepleri ad uxorem et literae integrae uxoris ad maritum,datae dum Keplerus Gratii versabatur, eodem fere die scriptae, quas deprehendimusinter adversaria Kepleri in tergo impletas calculis astronomicis, adumbrare videnturquadamtenus rationem domesticam Kepleri, nec non ex iis cognoscatur, qua familiari-tate usa fuerit uxor apud Tychonem.

Haec igitur uxor dat marito: „Meinem lieben hausswierdt M. Johannes Keplerzu überantworden. Graez.“

griess euch gott Mein herzlieber Ilausswierd. Vnd eriner euch das ich von herenMaissl eur schreiben empffangen hab vor achtagen, vnd Euer gesunthcit darinen ver-numen weliches mich freit das jer des fiebers los seit vnd sage Gott dem Allmechti-gen lob vnd dankh das er euch gesunt hat gemacht, heut dem 31. Mai bin ich vnddie rögel (Regina privigna Kepleri) auf die khlaine seiten gangen im Lhaufen ist mierder her friterich Dirclach (?) begegtn, vnd hat mier gesagt jer het mier gelt geschiehtes sey noh zu wien es wer halt hernach khumen, ich het gern mer mit jm geröth erist gar geschwint darvon gangen, er hat mier auch gesagt das jer gar frisch vnd wollauf seit welches ich gern gehört hab. Der hanss Miller (hucusque Tychouis amanuensis,posthac Mathematicus electoris Brandenh.) ist den 29. Mai mitt seiner frau darvon vndhaim, der diho Prei (Tycho Brahe) hat jm abgeförtigt vnd hat jm göben wass er jmhat zuegesagt, aber vom khaiser ist jhm khain heler niht Worten. Der Diho hat jmsein hantl verdörbt beim khaiser er het sonst woll ein guette Verehrung bekhumenso hat ehr des Diho müessen engelten. Der franz vnd der Diho sint witer einss sierihten iezt zu der hochzeit zue, der franz (Tegnaglius, Tychonis gener) hat mier nohkhein gelt göben, der diho hat ein khramer gefunden, der jm hat warn sorgt, er hatiezt 3 schneiter die auf die hohzeit arbeiten achtage noch Pfinsten wierdt die kohzeitgar gewiss. Die Junkfrawen plagn mih ih soll inen helfen nän auf die hohzeit siegöben mier nuer zu nän das sie niht mögen. Die hanss Millerin hats fein ange-weist auf mih sie laufen jmer herauf zu mier ih gib jnen imer wol zuverstehen dasih jue nit gern näh. Der Diho hat ein Matematiguss aufgenumen von annspach esist ein lötiger gesöll, er hat auch ein Disputirer aufgenumen, der Diho hat noh khainbeschait vom Kaiser. Der rinkscheit (?) ist am sontag mit seiner frau vnd dochterbei dem diho brei zu gast gewösen er hat mier etwass bevohlen, das ich euch sollvon seint wögen anzaigen wen jer haim khumbt, er ist schon hie weckh, er zeuchtan den Marckh hinein, der amprosius (Rhodius) der stutent fragt mih stäz ob jer mier

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