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Vita Joannis Kepleri.
toris Saxoniae) die 8. Septembris, illa denique „Mercurii in Sole“ data est jam Cal. Martiianni 1608; liber, curante Tanckio, Lipsiensibus typis exscriptus, „sed valde retar-datus est neqligcntia typographorum“ (cfr. vol. II. p. 791).
Iveplerum anno 1604 librum de Marte manuscriptum senatui academiaeTubingcn-sis obtulisse, supra (p. 759) retulimus. Quo facto non est dubium, quin Kepleriisabsolutum opus senatui tradiderit. Rector academiae gratias agens haec respondit:
Vnsscr freündtlich Gruss zuvor, Ekrnvester, Ilochgelerter, besonders lieber Herrvnnd Freiind.
Es liatt vnns disser tagen der Ehrwürdig vnml hochgelert Herr Matthias Ilafcu-reffer, der h. Schrifft I). vnnd Professor, vnnscr freüudtlicher lieber Collega, dessHerrn in offnen Truckh aussgeverttigten Comm. de motibus Stellae Martis praesen-tiert vnd angezeigt, dass wir selbigen von dess Herrn wegen in gemeiner UniversitetBibliotliec zu gutten angedcnckhen verwahren vnd vffhallten sollen.
Wann wir dann hierauss dess Herrn gegen ynns habende gutthertzige Affectionin Werckh verspüren, allss tlum wir vnns solches verehrten Commentarii gantz freündt-lich bedanckhen, vnnd demselben hingegen cingeschlossene fiinff Ducaten verwahrlichvbersenden, freündtlich bittendt, mit selbigen günstig für lieb zu nemen vnnd dabeimehr vnssern geneigten gutten Willen, dann diess geringe Honorarium zuerwegeu vnndanzusehen, beineben die ohnzweiffeliche Zuversicht zu haben, do wir dem Herrn hin-widerumb angenemes erspriessliches gefallen zuerweissen wissen, dass wir an vnssermgetrowen Vleiss nichts ermangeln lassen wollen. Vnns damit allerseitts Gottes gnaden-reicher Protection zu hestendiger gutter gesundheit vnd aller glückhlichen'Wolfahrtbcvelilendt. Datum den 25. Sept. Ao. 1609.
Rector Cancellarius Doctores vnnd Repetentesgemeiner hohen Sclmll zu Tübingen.
Duci Wtirttembergico, JoanniFriederico, Keplerus tradidit librum de Mer-curio in Sole viso dum Stuttgartiae versabatur Heidelbergam profecturus, ut typumibi inceptum operis maturaret, his subjunctis literis:
Durchleiiclitiger, Hochgeborner Gnädiger Fürst vnd Herr.
E. F. G. seind mein vndertliänige vnd gehorsame Dienste jcderzcitt bevor.
Gnädiger Fürst vnd Herr. Weil die Rom. Kay. Mt. mir allergnädigsterlaubet, die jetz verschine Franckforter Mess nach Franckfort vnd Haideiberg,wegen cntlicher Verfertigung meines astronomischen Werckhs zuverraisen, vndich gesehen, das solliehe Verfertigung sich noch einen Tag acht verweilenwerde, hab ich hierzwischen auch mein Vatterland besuchen,’ vnd sonderlichbey E. F. G. mich vnderthiinig als ein gewester alumnus anmelden, auchbeyligende Glückwünsclmng (wülliche ohn mein Verursachen schon ein gantzesJahr zu Leipzig vngedruckt gelegen, vnd erst die nacht, vor meinem Verraisenmir nunmehr gantz vnverhoift zukhommen, vnd in jetziger Franckforter Messvom Drucker öffentlich verkhaufft worden) dermahlen eins gchorsamlich ein-raichen wollen. (Epistolam dicit dedicatoriam libri, quem supra diximus.)
Nebens, Gnädiger Fürst vnd Herr, dringt mich die Not, E. F. G. beydiser glegenhait, in gehorsam anzumelden, das man zu Praag in diser Ver-muthung stehe, als ob Ire Kay. Mt. etwa in kurtzem Dero weitlauffig Hoff-wesen etwas einzieben wurden, dahero Ich wegen meiner bey Irer Mt. haben-den bstallnng von jährlichen fünffhundert gnlden (gleichwol ohne einige vonIrer Mt. beschehene signification) ins küniltig etwas im Zweiffel stehe. Ge-langt derohalben an E. F. G. mein gehorsames pitten, die geruhen zuerwegen,