Band 
Volumen VIII. Pars II.
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Kirchenhistori, auch was man Jeder zeitt für lehren geführt habe, darumbendie Prediger heüttiges Tags sich weniger annemen den guett ist, sonst wärennit sovil streitte.

Zu der Mathematica gebürt erst die Astronomia oder das stern-sehen als nur ein Thail: von deren wegen diene Ich dem König vnd haissesein Mathematicus, vnd soll das berhümte Buch ausmachen zuehren des verstorbenen Kayser Rudolffs, von wöllichem Buch David imIS). Psalm singet, „die Himmel crzchlen die ehre gottes.“ An disen Titulnlass Ich mich meins Thails beniiegen. Wan Ich aber wüste, das der Kauffalsdan richtig sein wurde, wolt Ich mich mit gar gutten ehren neben einenandern stellen, der da liatt wol lehrnen schreiben vnd schrillten stellen , odergelt zehlen vnd auffbringen, vnd neben einem sollichen einen Rathstitul be-gehren dürffen, auch wol getrauen zu erlangen, vnd gleichwol meine rliue zumstudirn zu behalten, dan hohe Potentaten bedürffen allerlay leütte. Kan Ichnit sowol schreiben als ein anderer, hingegen hatt ein anderer nit sovil ge-lesen oder gestudirt als Ich.

Einem Weib thätt Ich diss zu gefallen, was mich selbst be-langet, ist mirs nit vonnöthen, villeicht auch nit ratlisam. Was wolt Ich michzihren, war es doch nur ein lauttercr ehrgeitz, vnd nutzete mir mebrers nitdan Jetzo mein Wesen, müeste ein jurament tliuen vnd starkli verpunden sein;bin also vil freyer, hab weniger geiähr vnd weniger Verantwortung.

Fürs ander merkhe Ich das man mir zumisset Ich hab mein Weibybel gehalten, sie mit II och sinnigen Dingen gepeiniget. Ant-wort. Ein nichts werder racnsch muss es sein, der mir nachsagt, das leb diegantze Zeitt vnscr ehelichen beywolinung sie mit dem geringesten Finger an-gerühret oder mit einem einigen sclnnachwort zu Irer belaidigung angetastet,oder das auch sie einigem Menschen yber meine Vntreü geklagt habe. Dessenbin Ich in meinem gewissen vnd bey allen bekanten versichert, das sie michallezeitt gerhüempt, das Ichs treübertzig vnd gutt mit Ir maine, Ir alle mög-liche ehr erzaige, sie hertzlich liebe.

Was aber gott gethan, der verhenget hatt dass meine besoldung mirgesperret gewest, vnd dass sie stättigs krankh vnd mit Melancholey beladen,derowegen sie immer verzagen wollen an meinem rest vnd mir nit gestattet,dass Ich Ir hauptgutt angreiffe, Ja nit einen einigen Becher wollen versetzenlassen, Item selbs nit wollen die band an Ir geringes schatzgeltlin legen, alswurde sie darüber an betteistab khommen, da kan Ich nit leügnen, das Ichnit allain mein laid an Irer vergeblichen Sparsamkhaidt gesehen, sondern auchofft sey verursachet worden, sie wegen Irer vnweise zu straffen mit zornigenWorten. Vnd weil sie nebens stettiger Krankhaitt halber von Irer gedächtnüskommen, hab Ich Ir mit anmahnungen vnd erinnerungen vil vberdruss ange-than, dan sie hatt wollen vngemaistert sein, vnd hatt es doch nit alweg ver-standen. Offt hab Ichs weniger verstanden dan sie, vnd bin auss Vnwissen-haitt auff meinem streit berhuehet. Summa sie ist zorniger art gewest, vndwan sie eins Menschens wegen stättiger beywolinung gewohnt, hatt sie allIr begehrn mit zorn fürgebracht, da hab Ich mich hingegen zum streitt auff-bringen lassen vnd sie geraitzet, ist mir laid, hab mich wegen meins studirensnit alweg besunnen: hab aber an Ir lehrgelt geben vnd gelehrnet gedultzu haben. Wan Ich gesehen das es ir zu hertzen gehet, vnd nit ein zorndarbey, hett Ich mich ehe in einen finger gebissen, dan das Ich sie solteweitter belaidiget haben. Sie ist nit gegen mir allain, sondern gegen Men-