Band 
Volumen VIII. Pars II.
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von lust wegen gelesen. Wer waiss, ob mir nit etwa ein sollicher Verdachtdurch die Prediger oder Ire fürwizige weiber, die alles wissen müessen, wasIch mit Iren Herren habe, selber doch auss Vnvcrstand verursachet worden.

Dan also kan es sein, wan sie ist zu Inen kommen, werden sie etwaIr gesagt haben, das Ich diss vnd Jens mit Iren Herrn habe: wan man alsoan sie gesetzt, waiss Ich, was Ir brauch gewest, Ich waiss cs nit, würt siegesagt haben, es ist mir zu hoch, er ist mir zu spitzfindig.

Fürs dritte, ist mir schon hievor fürgeworffen, das etliche mich darumbmeiden, das Ich solle seltzam in.der Ii eligi on vnd halb Paps-tisch halb Calvinisch sein. Antwort: mein disputirn in religionssachengehet allain dahin, das die Prediger auff der Cantzel zu hoch fah-ren, vnd nit bey der alten einfalt pleiben, vil disputation erwecken, neueSachen aufbringen, damit die andacht gehindert würt, einander vil fälschlichbezüchtigcn, die gemüther der Fürsten vnd Herren in einander hetzen, denPäbstischen vil Dings gar zu böslich deütten, vnd Vrsach geben, das vil widerabfallen, wan einmahl ein Verfolgung angehet. Dessen bin Ich befuegt, danIch hab in meiner Jugend zugesagt, solliches zu studirn, vnd hab mehrdarinnen gelesen dan vil prediger. Es gehet aber diss die einfalt nichts an:es würt mir auch khain ehrlicher man nachsagen, das Ich mein Weib oderkinder jemahls im wenigsten geirret, oder jnen frembde bücher eingeschoben:das werden mir die prediger allhie selber, wie auch das Ich mit jnen com-municire, Zeugnis geben.

Zuvil red ich davon beyn leütten; jeh kan es einstellen oder brauchen,so vil mirs vnd den meinigen nutz ist. Es gehört an hohem ort, für Fürstenvnd Herrn. Da kan Ich mich nit verreden, das Ich mich nit mit der Zeitteinmahl wolle brauchen lassen zur ehr gottes vnd zum nutzen seiner kirchen,ob mir wol etwa die Prediger, als die da wüllen vngemaistert vnd vnrefor-mirt sein, ein Paneket(?) drüber schenckhen möchten. Wer waisst, obs nitalberait in diesem handel geschieht. (Nil sequitur.)

Pluribus refert Keplerus conatus suos eligendi uxorem Baroni a Stralendorf inliteris his, datis d. 23. Octobris. Illustris et Generose Baro, Domine Gratiosissime.

Quod in principio literarum invitatoriarum Christiani omnes more solennipraefantur, se divina et singulari dispositione matrimonium iniisse: de ea relubet mihi philosopho tecum, summae sapientiae professore, disserere accura-tius illamque et dispositionem Dei in genere, et singularitatem pie creditamin meo fato connubiali contemplari modosque excutere, ut depromtis omnibusillius circumstantiis meisque super ea persuasionibus seu potius opinionibusinter se pugnantibus, tuam decisionem ex intimis animi penetralibus eliciam.Quam ad rem tanto te fore promtiorem spero, quod hoc tempore non tantumeodem in genere rerum, sed multo etiam in graviori et atrociori materia, quaeillustris Domus tuae statum et incolumitatem attinet, animum habes exercitatissi-mum. Quid enim ego dicam? divinane dispositione, an meo vitio factum, ut ani-mum meum per hoc biennium et quod excurrit in tot partes distraxerim, tot con-ditionibus inhiaverim, de multo pluribus deliberaverim iisque inter sese diversissi-mis? Si divina dispositione factum: quisnam ejus scopus fuit circa personas actus-que singulos? Nihil enim est, quod scrupulosius examinem quodque adeo sciredesiderem: si forte Deum, quem in totius universi contemplatione manibus velutipalpo, intra me ipsum etiam invenire possim. Sin, quod secundo loco dixi, meumerat vitium: quodnam igitur illud, cupiditas, an judicii imbecillitas, an igno-rantia rerum? Si meum vitium, a me igitur hic sunt etiam aliquae partes