Band 
Volumen VIII. Pars II.
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De amicis ct fautoribus Kepleri.

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Herrn Doctori für das lob gcdanckt haben, so hat es auch einen fehl: Nemb-licli das ich kein gut Gesicht habe, wie Braheus dasselbig auch gcklaget,vnd das ich nit gelegenheit habe frembde Augen zu dingen, daher erfolgt,das ich den Cometen nit nach wünsch observiert, doch so vil mit dem Ge-sicht zuwegen gebracht, das ich zuerweisen gehabt, Er gewisslich vber demMond gestanden sey. Nachmals hab ich auss der vernunfft, auss Geometria,vnd auss meinem letzen fundamento von beweglichkeit der Erden so vil zu-wegen gebracht, das ich verhoffe, den mangel am Gesicht stattlich ersetzetvnd erwisen zuhaben, das der Comet nit weit von der sphaera Telluris, dochzimblich weit vber dem Mond einen anfang gemacht, vnd der Comet vnd dieErd anfängklich oblique gegen einander geschossen etc. Röslinus: Ich haltdarfür, dass es des spitzfindigen dings nit bediirfle, das die Erd sich bewege.Man kan solliches alles eben so wol oder noch besser erhalten ex Tychonissententia, das die Sonn sich bewege. Keplerus: Wann Ich D. Röslinosagte, so soll Er hingehen, vnd den trajectum Cometae ordinatum erforschenper motum Solis, so w'iirde Er sich entschuldigen, das Er kein Astronomiis.Stehet also am Lande, vnd hat mir gut vorzuschrciben, wie Ich schwimmensoll. Mit dem Cometen anno 1577 ist gut ausszukommen gewest, all weilEr vnder die Sonne kommen. Sag mir aber einer ex hypothesi Tychonis,wie cs zugehe, das auch der Comet anno 1577 so wol als die zwen vor-habende (1556, 1580) in loco quadrato seines Stillstandes vnd verschwindungden grössten motum diurnum gehabt. Was die Planeten anlanget, sag ichschlecht Nein zu D. Rösliui fürgeben, Ich habs versucht.

De Astrologia. Röslinus: Was hat sich Kepplerus darob zu ver-wundern, das mein aussführung (de stella nova anni 1604. Cfr. vol. II. p- 741)war worden etc. Keplerus: Weil ich nun biss an die wort komen, dieD. Röslino in betrachtung vnserer alten kündschafit am wehesten gethan, willes die not erfordern mich zu erklären, vnd mein guten Namen in acht zunemmen. Dann obwol nit ohn, das ich hievor D. Röslins discipulus in astro-logia durch etliche gewechselte schreiben worden bin, so hab ich aber seit-liero auch andere Lehrmeister bekommen, die ich gleich so hoch in acht zuhaben schuldig. Weil dann es nach dem gmeinen laulf gangen, das meineVorgeher nit einerley mainung gewest, hat mir als einem philosopho gehörenwollen, in jedem stuck demjenigen am maisten anzuhangen, welliches vnder-richt Ich der warhait am nechsten gehalten, den andern vnverachtet. Vnderdenen ist gewest der Edel vnd Wolgeborn Herr Tycho Brahe, wellicher mitsehr wichtigen argumenten die Astrologiam in genere zimlich starck ange-fochten. Weil dann solliche seine motiven mir nit allein selber wol ein-geleuchtet, sondern auch zu mehrerm nachsinnen anlaittung gegeben: also sollD. Köslin mir nit für vbel haben, das Ich Tychoni gevolgt vnd nunmehr derAstrologiae zum theil vrlaub gegeben, vnd jetzo mit Mund davon rede, wieich im Ilertzen davon halte. Will D. Röslin mit einem Exempel gestilletsein, so nelim er wolermelten Herren Brahe, von dem ich alle die köstlichefundamenta astronomiae restaurandae vel restauratae erhalten, vnd seidherodrauf! auffbawe. Nichts destotveniger, vnd weil auch Copernicus vnd Maest-linus mich in jrcr mainung, die der Arabischen zuwider, vnderrichtct, vndmir besser dann Brahe mit der seinigen zuschlagen, bleib ich jhnen anhengig:vnd weil cs mir Herr Brahe seliger nit für vbel gehabt, will ich mich zuHerren Röslino eines gleichen versehen. —■ Röslinus: Ich brauche einenewe weise, die Cometen ausszulegen. Keplerus: Daran ist Herr D. Röslin