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Volumen VIII. Pars II.
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Vita Joaimis Kepleri.

aperiam, ut per horae spatium nihil aliud egerim, nisi cogitarim, quibus tibiverbis idoneis meam animi indignationem satis explicem, qui hactenus astro-nomica rogans, aut certe astrologica tneyva, jam plane ad tenebricosa ista,ne quid dicam gravius, amicitia nostra statueris abuti. IIoc igitur tibi procerto habeto, de novem horis ne gry quidem me posthac seu scripto seu orc-tenus responsurum, non si centum florenis, quos mihi meditareris mittere, meipsum silentio privarem, aut si etiam in universum renunciandum esset ami-citiae nostrae. Nam cui bono scriberem, cum certissimum haberem, te noncrediturum quicquid de genuinis et ipsissimis rei fundamentis essem scripturus?Valeas igitur cum hac quaestione semel pro semper in solidum. Altera degenio suum sequitur ordinem vidique talem genesin Caesaris, confectam aPistorio (cfr. p. 340); at mihi videor famam astronomi et philosophi imminu-turus, si tentem imitari exemplum. Vale igitur et cum ista et me missumfacito; res tuas tibi habeto, remitto enim et illam tabulam et hunc Agrippaelibrum, ceteroquin multa eruditione refertum. —

Collectanea ex llesponsionc Kepleri ad Roeslinum.

De Copernico : D. Köslin heit es wider die Physicam, wider alle eusser-liche Sinne, wider alle vernunfft, das die Erd vmbgehe. Antwort: Nit wideralle vernunfft, dann Ich vnd mein anhang haben deren auch einen thail, das

bekennet D. Köslin. Hie maint villeicht D. Köslin, der Himmel selber

sey der treiber (planetarum). Antwort: Nain , dann der Himmel hat nit quali-ficirte hende vnd clawen darzu, das er damit fessele die runde Sternekugcln.Dann ist er so subtil, wie D. Köslin fürgibt, so wird er eben so wenig einekugel treiben vnd vil weniger, als mich zu Prag ein Wind vber die Brüggenabwähet. Dann ich hab so viel gestudiert vnd erwisen, das zwischen Himmelvnd Erden vil eine grössere verwandnis seye, als Aristoteles vnd mit jlnncRöslinus mainet. Ferners irret D. Röslinum, das die Erd vom Himmel totaessentia et loco gescheiden. Antwort: 1). Röslinus muss erst den Copernicumfragen, wo er in der Welt daheimen sey. Dann die Erd selber ist im Himmelvnd laufft mitten zwischen Marte vnd Venere daher als gleich in die wet.Sie participirt mit jhnen virtutem magneticam. Hiervon lautet mein Buchde Marte durch vnd durch.

De pluvia. Röslinus: die gute fruchtbare regen kommen von obenherab. Die Erd wird vom Himmel geschwängert. Keplerus: Ist war, sonstwurden die Kühe an Beuchen nass, wann cs vber sich regnete. Aber dieMateria zu sollichem regen rauchet zuvor von vnden hinauf!. Ich hab disegleichnuss in meim Buch de Stella (II. p. 721) auch geführet. Es will sichaber nit wol Teutsch geben lassen, warin ich mich von D. Köslin schaide.Ist schier ein ding, als wann ein mutwilliges Maidlin sich so sehr ob eimlieblichen Bulerliedlin bewegete vnd kizelte, das sie drüber von ihr selberschwanger würde. Röslinus: die Alcliymisten wissen das ein regenwassereinen ätherischen spiritum empfangen hat. Keplerus: das kan ich aussvnerfahrenheit nit vmbstossen. Es folget aber drumb nit, das solliches wasserin aethere gewest, oder nit auss der Erden herfür gedämpfft habe. Dann soviel ich berichts habe, so erkennen die Alchymisten viel einen sterckerenspiritum im Rebensafft, vnd wachset doch derselbige nit von oben herab, son-dern von vnden hinauff.

De Cometis. Röslinus: Keplerum lass ich für einen insignem Astro-nomum bleiben, will mich auch ihme zur Straff vnterworffen haben, wann ichsmit vnserm Cometen nit recht getroffen hab. Keplerus: Ich solte dem