IV
Vormort.
Meklenburgischen Regierungen die Einwilligung und erforderliche Un-terstützung sehr bereitwillig zugesagt hatten, wurde diese Verbindungin den Jahren 1839 und 1840 ausgeführt. In den beiden folgendenJahren 1841 und 1842 wurden die Winkel zwischen Rügen unddem Gollenberge beobachtet und die Messung der Küstendreieckebeendigt, die in wissenschaftlicher Beziehung die geodätische Verbin-dung zwischen den Sternwarten von Königsberg, Copenhagen undAltona vermittelt. Es war schon früher die Absicht gewesen dieKüstenkette von Stettin aus mit Berlin und den v. MüfflingschenDreiecken zu verbinden. Durch den Anschluß} an die DänischenDreiecke hatte dieser Plan noch an Wichtigkeit gewonnen, indemer zugleich zur Verbindung der Berliner Sternwarte mit den oben-genannten führte.
Diese Arbeit wurde in den nächstfolgenden Jahren ausgeführtund im Herbst 1845 beendigt. Im Frühjahr 1846 wurde die Grund-linie *) bei Berlin gemessen, im Laufe des Sommers die zur Basis -Operation gehörigen Winkel beobachtet, und damit der vorliegendeTheil der trigonometrischen Messungen geschlossen.
Astronomische Bestimmungen einzelner Dreieckspunkte sind bisjetzt nicht gemacht worden, sie sollen aber nachgeholt werden, so-bald die trigonometrischen Arbeiten beendigt sind.
Meine Absicht bei der Herausgabe der geodätischen Operatio-nen des Generalstabes geht im Allgemeinen dahin, die trigonometri-
*) Mit demselben Mefsapparat, den Bessel für die Königsberger Grundlinie anfertigenliefs, sind seit der Zeit schon 5 Grundlinien gemessen worden: bei Königsberg, bei Copenha-gen, bei Upsala, bei Berlin und bei Bonn, und gegenwärtig befindet sich der Apparat in Bel-gien, wo eine 6te und vielleicht auch noch eine 7te damit gemessen werden soll.