I. §. 6. Vergleichung der Quecksilber- und Metallthermometer 19
§. 6. Vergleichung der Quecksilber- und Metallthermometer undBestimmung der Ausdehnungen des Eisens und Zinks an den vier
Mefsstangen.
Die Quecksilberthermometer in den Kasten der Meisstangen warenin ihrer Fassung locker geworden, und mulsten von Neuem beiestigt werden.Bei dieser Gelegenheit wurden sie mit einem Normalthermometer verglichenund so gestellt, dafs sie sämmtlich bei —f- 16° die Temperatur richtig angaben.Bei 0 Grad betrugen die von Herrn Martins gefundenen Correkturen iür dieStange M I — 0”3; für M II — <T3; für M HI -f- 0"l und für M IV 0“.Hiernach hätten die beobachteten Quecksilber-Temperaturen verbessert wer-den können; es wurde indessen vorgezogen, die von ßessel (GradmessungSeite 28) sehr sorgfältig ermittelten Verbesserungen, mit Berücksichtigung derneuen Stellung der Thermometerröhren zu benutzen. Es wurden nämlichin der Correktions-Tafel, die Bessel am angeführten Orte mitgetheilt hat, dieVerbesserungen bei -j- 16°, mit entgegengesetztem Zeichen zu allen übrigenhinzugefügt, und danach die Angaben der Quecksilber-Thermometer berichtigt.
Obgleich die auf diese Weise berichtigten Quecksilber-Temperaturenwenig Zweifel gegen ihre Sicherheit zulassen, so bietet doch, abgesehen hier-von, ihre Vergleichung mit den Metallthermometern noch grolse Schwierig-keiten dar, denn die ersten zeigen alle Temperatur-Veränderungen weit früheran als die letzten. Aus diesem Grunde konnten hier nur diejenigen, bei derVergleichung der Stangen gemachten, Beobachtungen benutzt werden, wo dieTemperaturen des Zimmers und der Stangen sich sehr nahe ausgeglichen hat-ten. Es sind dies die Beobachtungen, welche in der nachfolgenden Zusam-menstellung in den ersten 5 Reihen aufgeführt sind. Alle anderen \ Beglei-chungen des §. 4., wo die Stangen künstlich erwärmt in dem kälteren Zimmeraul den Comparateur gebracht wurden, mufsten ausgeschlossen werden. Hieübrigen, unten in den letzten 5 Reihen aufgeführteu Vergleichungen beiderThermometer sind aus der Basismessung selbst entnommen. Es wurdenhierzu nur solche Beobachtungen ausgewählt, bei denen sich mindestens inner-halb | Stunden die Quecksilber- und Metallthermometer nur unmerklich ver-ändert hatten, bei denen man also glaubte annehmen zu dürfen, dafs dieTemperaturen sich ziemlich nahe ausgeglichen hätten.
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