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1. §. 8. Wahl der gemessenen Grundlinie.
ungefähr in der Mitte eine Terrainwelle hinzieht, die um mehrere Fufse höherist als die Endpunkte. Um diesen Übelstand, wenn es anders einer genanntwerden kann, zu beseitigen, gab es zwei Mittel: entweder die Endpunktemul’sten um so viel erhöbt w 7 erden, bis die Sichtbarkeit erreicht wurde, oderman mulste die Grundlinie in zwei Theile zerlegen. Das Letztere wurdegewählt.
Nachdem das Project auf diese Weise zur Reife gediehen war, wurdebei der Königlichen Regierung in Potsdam die Erlaubnils nachgesucht, dieGrundlinie auf der Chaussee messen zu dürfen, die sogleich sehr bereitwilligertheilt wurde.
Einige unerhebliche Schwierigkeiten, welche sich auf der frequentenStrafse im Verlauf der Arbeit zeigten, wurden durch die Unterstützung desWegebaumeisters Herrn Blankenborn leicht beseitigt, so dafs die ganze Ope-ration, die von Ende Mai bis Anfangs August gedauert hat, ohne alle Stö-rung oder Unterbrechung beendigt werden konnte.
Die Pfeiler zur Bezeichnung der Endpunkte der Grundlinie sind vondem Maschinen-Baumeister Herrn Freund höchst zweckmäfsig angefertigtworden. Ein solcher Pfeiler besteht aus einer Eisenplatte ah, die auf viergulseisernen Röhren ruht, und vermittelst vier langen Bolzen cd an eine zweiteEisenplatte gh im Boden angeschraubt wird. Fig. 2. zeigt einen, auf derRichtung der Grundlinie senkrechten, und zugleich durch die Mitte der Plat-ten gebenden Durchschnitt eines solchen Pfeilers.
Die obere Platte ah von Gufseisen, geschliffen lg Zoll stark, ist qua-dratisch, hat 18 Zoll Seitenlange, und in der Mitte ein feines, etwa (»/TM imDurchmesser haltendes Loch, welches das Centrum darstellt. Die vier gufs-eisernen Röhren haben 3 Zoll äufscren Durchmesser, sind 5 Fufs 2|- Zolllang, und an beiden Enden winkelrecht abgedreht. Die Bolzen cd, welchedurch beide Platten und die Röhren hindurch gehen, sind von Schmiedeeisen,I f Zoll stark und 5 Fufs 9 Zoll lang. Unmittelbar unter der unteren Plattehaben sie Schlitze, wo eiserne Keile ef durchgeschoben sind, und unmittelbarüber der oberen Platte endigen sie in eine Schraube mit einer Schrauben-mutter c. Um die Keile ef einschieben zu können, sind in dem Mauerwerkdie Löcher iklm durch Einmauern von Holzprismen gebildet, die nachherentfernt wurden.
Die untere Platte gh ist ebenfalls quadratisch, hat aber 2^ Fufs Seiteund ist 1 £ Zoll dick, mit Verstärkungen nn an den Stellen, wo die Röhren