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Die Küstenvermessung und ihre Verbindung mit der Berliner Grundlinie / ausgeführt von der trigonometrischen Abtheilung des Generalstabes ; hrsg. von J. J. Baeyer
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470 X. §. 108. Höhen der Dreieckspunkte welche aus dem Nivellement

Werden die Verbesserungen der Höhen den oben aufgeführten Höhen-unterschieden hinzugefdgt, so findet man:

Höhenunterschied Kreuzberg-Rauenberg

12 T ,359

B

B

-Marienfelde = 8,686

B _ 20,023

C = 21,111

- Buckow + io, 025

A =i,i 2 i Siehe Beob. in A,

Die Höhe des Kreuzberges über der Ostsee ist 44 r ,77i; man erhält

daher die Höhen über dem Meere wie folgt:

Höhe des Fernrohrs in Rauenberg 32^,412

Marienfelde 36,085

C 23,660

B = 24,748

A = 23,627

Buckow 34,773

Höhe des Thurmkn. in Mariendorf=. 41,798

Lankwitz = 33,444

Anmerkung. Die bedeutenden Abweichungen in den Zenithdistancen zwischen den Punk-ten der Grundlinie, rühren von abnormen Brechungen des Lichtstrahls her, welche indem heifsen Sommer von 1846 durch die auf der Chaussee stärker als über den anlie-genden Feldern eiwärmte Luft höchst auffallend hervorgebracht wurden. Personen ineiniger Entfernung erschienen bald riesengrofs, bald w'inzig klein, bald in vertikalemSinne doppelt, mit gegeneinander gekehrten Füfsen. Fast den ganzen Tag über zeigtensich starke Verzerrungen der Objekte, die selbst des Morgens und gegen Abend, wonur allein beobachtet werden konnte, ihren nachtheiligen Einflufs nicht ganz verlorenzu haben scheinen, obgleich die Gegenstände alsdann ziemlich ruhig erschienen. Beibedecktem Himmel, wie z. B. am 25sten. 26sten und 30sten Juni wurden keine dop-pelten Bilder bemerkt, auch waren die Objekte viel ruhiger. Besonders auffallend sindbei den kurzen Entfernungen die grofsen Veränderungen der Strahlenbrechung bei gre-iseren Höhenwinkeln, wie z. B. bei den, in A und C, nach Maricnfeldc nnd Buckowgenommenen Zenithdistancen; wobei noch zu bemerken ist, dafs die Tafeln auf diesenTliürmen im Fernrohr sehr scharf einznslellcn waren.