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Man bedient sich des Mitklingens fester Körper, um die Würkung eines klingendenKörpers, welche außerdem zu schwach seyn würde, zu verstärken. Der?,Klang einer Saitewürde für sich, ohne künstliche Verstärkung kaum gehört werden, wovon man sich durch dieErfahrung leicht überzeugen kann, wenn eine Saite blos auf eine schmale hölzerne Leiste ge-spannt und diese an keinen andern festen Körper angestemmt wird; man spannt sie also übereinen Resonanzboden, damit deren Würkung durch das Mitklingen desselben starker werde.Eben so, wenn man eine Stimmgabel oder andere Gabes anschlagt, ist der Klang gewöhnlichso schwach, daß man ihn kaum hört, außer, wenir die Gabel nahe an das Ohr gehalten wird;stemmt man sie aber auf einen Resonanzboden, so hört man den Klang starker und deutlicher.Es ist ein solcher mitklingender Resonanzboden als ein Körper von unbestimmter Ausdehnunganzusehen, welcher in allen Zeiträumen schwingen kann, wenn er dazu veranlaßt wird. Beyeinem jeden Tone, der durch den Resonanzboden verstärkt wird, schwinge der ganze Resonanz-boden so, daß er sich in verschiedene durch Knotenlinien von einander abgesonderte Theile theilt,die abwechselnd diesseits und jenseits der natürlichen Lage sich bewegen, fast so wie es an selbst»klingenden Flachen im siebenten Abschnitte des vorigen Theiles ist gezeigt worden. Soll einResonanzboden alle Töne, besonders alle tiefen Töne, gehörig verstärken, so wird vorzüglicherfordert, daß er hinlänglich groß, und nicht allzu dick sey, und auch die gehörige Elasticitäthabe, um alle Arten von Schwingungen mit Leichtigkeit anzunehmen. Man wird bey einigerAufmerksamkeit doch öfters finden, daß ein Resonanzboden gewisse Töne mehr und leichterverstärkt, als andere ; diese mehrere Verstärkung findet vorzüglich alsdenn Statt, wenn essolche Töne sind, die der Resonanzboden als selbstklingender Körper bey irgend einer von feineneigenthümlichen Schwingungsarten würde geben können. Hierüber sowohl, als über die beyjedem Tone sich mehr oder weniger bewegenden Stellen eines Resonanzbodens lassen sich Unter-suchungen am besten anstellen , wenn man sich hierzu mehrerer Stimmgabeln bedient, die mverschiedene Töne gestimmt sind. Stemmt man nähmlich den Stiel einer durch Anschlagen inBewegung gesetzten Stimmgabel auf verschiedene Stellen des Resonanzbodens nach einander,so wrrd der Klang weniger verstärkt werden, wenn sie auf eine Stelle gestemmt wird, aufwelche bey diesem Tone eine Knotenlinie fallt, als bey dem Aufstemmen an andern Stellen,die bey diesem Tone sich bewegen geneigt sind, und dieses wird bey Stimmgabeln, dieandere Töne geben, sich auch an anderil Stellen des Resonanzbodens zeigen. Mancher Torr