Buch 
Die Akustik / Ernst Florens Friedrich Chladni
Entstehung
Seite
306
JPEG-Download
 

go6

Qtj K

O" y* A*

Die Ursache, ^ warum man dle'.Schwehimg -o§. rZ 6 . und 187. ausführlicher angegeben.

als abgebrochene Stöße hört, ist

Zu §, 40. 1. Anm.

Die von den Chinesen berechnete Temperatur ist zwar nicht ganz gleichschwebcnd, jedoch treffendie erste» Zahlen eines jeden Verhältnisses damit zusammen, und der Unterschied kann schlechterdingsnicht hörbar seyn.

SM< 44.

Ueber die Modisicaü-nen eines Klanges ist noch einiges §, 196, und 248. gesagt

worden.

Zu §. 5z. 1. Anm.

Die Wetterharfe oder Ricsenharfe bey dem Hauptmanne Haas in Basel ist vom PaterVentan, Propst zu Bürkli, angelegt worden. In den Annali di chimica e storia naturale,herausgegeben von B rugn a k e l li in Paria, ig. 03. 1800, giebt C a rrad 0 ri Nachricht von ähnlichenharmonisch.'meteorologischen Beobachtungen, die Gaerano Berre rra ri mit gespanntem langen Metall,brate angestellt hat, der bey verschiedener Beschaffenheit der Achmosphare Töne auf verschiedene Art(fortissimo, mediocre, piano, mormorio und colpo) von sich gab; am unregelmäßigsten waren sievor und nach einem Erdbeben, obgleich weder natürliche noch künstliche Elektricität Einfluß darauf hakten.Bey einigen Versuchen, die ich an langen gespannten Metaflsaiten anstellte, theils um deren Longituedinalfthwmg'-mgcn (§. 62.) zu untersuchen, theils um (nach der Anmerkung zu §. 29.) bey den Trans,versakschwingungen die Schwingungszahlen durch Abzahlen zu bestimmen, bemerkte ich mehreremal,daß eine in Bewegung gesetzte Saite ein Geräusch gab, das viele Aehnlichkeit mit dem hat, wenn maninnerhalb eines eisernen Ofens Wasser in einem Topft siedet. Die Ursache davon liegt unstreitig invielen zugleich vorhandenen transversalen Schwmgirngsarten, deren Töne einander so nahe sind, daßman keinen einzelnen Ton unterscheiden kann, und diese Art des Geräusches ist wahrscheinlich das,was Berrettari in dem letzterwähnten Aussatze, den ich gegenwärtig nur aus den Göttingische« gelehrtenAnzeigen kenne, mormorio nennt. Was dort colpo genannt wird, sind wahrscheinlich einzelnestärkere Stöße, welche, ich alsdenn bemerkte, -wenn die Saite sich auf dem untergesetzten Stege etwashin und her rückte. So wie nun hier mannigfaltige Bewegungen, bey denen bisweilen Töne bestimm.'bar waren, bisweilen auch nicht, durch Anschlägen oder Reißen der in einem Zimmer ausgespanntenlangen Saite bewürkt wurden, eben so geschieht es bey einem im Freyen ausgespannten langen Drachedurch den Wind, und noch mehr durch Erderschütterungen.