mit Versuchen zur Bestätigung derselben. 11
welcher 444° Durchmesser halte, hreit war, und an seinerinneren Begrenzung röthlich schien. Der Raum i m Innerenschien dem Hofe zunächst dunkel, und sah einer runden dun»kelen Wolke ähnlich, die nur in der Milte hell w?r. AndereWolken, welche niederer zu liegen schienen, deckten abwech-selnd Theile des Hofes. — Den 2o sten desselben Monats um7 Uhr Abends sah man einen weifsen Hof um die Sonne vonderselben Art und Gröfse wie am i7 ten . Auch bey diesem warder innere Rand röthlich, und der Raum im Inneren nur in derIVIitte hell. Von Aufsen war der Ring weniger begränzt. Hori-zontal mit der Sonne lagen in dem Hofe zu beiden Seiten.Nebensonnen. Die nördliche war röthlich, hatte einen ohngefähr4 0 langen horizontalen Schweif, der sich in eine andere vielschwächere Nebensonne zu endigen schien. Die südliche Neben-sonne war viel schwächer als die nördliche *).
Eines der vollständigsten Phänomene von Nebenmondenbeobachtete C. Colb den 24 sten Jänner 1684 in Leipzig , welchesauch zu Halle, Erfurt und fireslau soll bewundert 'worden seyn.tJm 8 Uhr Abends, wo der Himmel zwar von Wolken frey,doch überall mit Dünsten erfüllt war, sah man den Mond ineinem hellweifsen Kreuze stehen. Die horizontalen Schenkel des-selben dehnten sich allmählich weiter aus, und bildeten umji Uhr einen vollständigen Kreis, der immer mit dem Horizonteparallel blieb, doch nicht überall gleiche Breite hatte. DenMond umgab ein weifslicher Kreis von 45 0 Durchmesser. Da wodieser deu horizontalen Kreis durchschnitt, w r aren lebhaft farbigeNebenmonde, unvollkommen und nicht rund, so dafs man siefür Theile eines Regenbogens mit lebhaften Farben hätte haltensollen, die sich gegen die oberen und unteren Theile des Kreiseszuzogen. Den Ring von 45 0 umgab noch ein zw eiter schwächerer,welcher 22 ^ 0 von ersteren abstand, also 90 0 Durchmesser hatte,und nur von wenigen bemerkt wurde. An dem oberen Ende
*) Memoires de l’Acad. roy. T. X. p. 411.
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