30 Theorie der Hofe, Nebensonnen und Verwandter Phänomene
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u. s. w.
• - Bey dem Hofe, welchen Jordan, im Oktober 1797 beob-aclilete, finden wir mittelst L 1 , dafs y = 0,000578 Zoll gewesenscyn mufs, mit L 11 erhält man y = 0,000577 Zoll. Durch L 1erhält man für den von Jordan im Oktober 1792 beobachtetenHof, y = 0,00194-, durch JL 11 aber y — 0,00191. Eine nähereUebereinstimmung- des aus L 1 und L n abgeleiteten y , wird manbey Beobachtungen dieser Art nicht erwarten. Für die Dunst-kügelchen, welche von der Wasserfläche aufsliegen, von welcherNeivton das Sonnnenlicht rellektiren liefs, finden wir mittelstL n den Durchmesser derselben 0,00061 Zoll. L 1 und L 11 hatNewton nicht gemessen, sondern nur geschätzt. Für den Hof,welchen Neivton den i9 ten Februar 1664 beobachtet hatte, findenwir den Durchmesser der Dunstkügelchen im Mittel 0,00113 Zoll.Aus den von Jordan beobachteten Höfen kleiner Art folgt,dafs auch das •’Verhältnifs der Durchmesser der verschiedenenFarbenringe, ein und desselben Hofes, dem Gesetze der Beu-gung des Lichtes an runden Rändern folgt.
Ein auf ein Dunstkügelchen vertikal auffallender Strahl,der in dasselbe eindringt, und demnach durch den Mittelpunktdes Kügelchens geht, wird an der zweiten Fläche im Innerendes Kügelchens zum Theil reflektirt, und geht in derselbenRichtung wieder zurück aus dem Dunstkügelchen *). Hat derleuchtende Körper, wie z. B. die Sonne, 30' Durchmesser, sobegreift man leicht, dafs auch die zurückgehenden Strahlendiesen Winkel unter sich einschliefsen müssen. Für Strahlen,
*) Die Theorie des Regenbogens giebt Aufschlufs über den Weg der Strahlen,welche vertikal auf ein Wasserkügelchen fallen, im Inneren ein Malreflektirt werden, und wieder aus dem Kügelchen treten.