40 Theorie der Höfe, Nebensonnen und verwandter Phänomene
Einfallswinkel mit ar bezeichnet wurde, heifse q und für denauf die zweite Fläche fallenden Strahl sey diese Bezeichnungferner sey n der Exponent des Brechungsverhältnisses. —■Bekanntlich wirft jedes brechende Mittel nur einen Theil desauffallenden Lichtes zurück, und zwar uni so weniger, je kleinertr ist; der gröfste Theil aber folgt dem Gesetze der Brechung.Dasselbe geschieht auch bey der Reflexion im Inneren, an derzweiten Fläche; von da angefangen aber, wo sin £ t> i, folgthier, bey der Reflexion im Inneren, alles auffallende Licht demGesetze der Reflexion, so dafs, wenn auch die Strahlen nichtparallel austreten, hier eine ungleich hellere Stelle anfangenmüfste. Indem man sich für eine hohle Kugel die Figur zeich-net, findet man leicht, dafs:
sin er : sin p = n : 1
1 : sin p == 1 -J- 6 : sin a*
sin ff': sin p' = 1 -5 n
J p = ff' — £+-ff
Da in dem Falle, wenn das Licht anfängt im Inneren desbrechenden Mittels vollständig reflektirt zu werden, sin ^ — i,so kann man, wenn Ö als bekannt angenommen wird, fA, leichtberechnen, d. i. den scheinbaren Abstand vom leuchtenden Kör-per, in welchem die vollständige Reflexion anfangt. Wird [a, alsbekannt angenommen, und man sucht den Werth von ö, soerhält man für diese Gröfse eine Gleichung vom vierten Grad,Welche aber allgemein aufgelöfst -werden kann. Man bemerktzwar hey den Höfen grofser Art fast immer, dafs der Rauminnerhalb des Hofes, gegen den leuchtenden Körper bin, un-gleich dunkeier ist als der ausserhalb desselben; allein die In-tensität scheint nach aussen doch viel schneller abztuiehmen,als es mit Dunstbläschen der Fall seyn könnte.
Der vierte Fall, wenn das Licht im Dunstbläschen sechsMal gebrochen, und iin Innern der ersten Fläche ein Malreflektirt wird, bietet keine ausgezeichnete Stelle dar. :