Börsen - Spekulation, Börsen ■ IJsanz.
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Ausführung besorgen, nicht nur theoretische und praktischeEinsicht, sondern auch genaue Kenntniss des Landes Statt finde.Schwieriger noch als diese Beurtheilung ist die Voraussichtdur künftigen Frequenz einer Bahn. Man benutzte dazu an-fänglich die Zollregister, um die Beträchtlichkeit derWaaren-transporte vorherzusehen; die Erfahrung hat aber gelehrt,•fass es hinsichtlich der Rentabilität der Eisenbahnen wenigerau f Waarentransport ankomme; der Personentransport ist eshauptsächlich, was die Eisenbahnen rentiren macht. Man hatauch diesen durch Postregister und Chausseegeld-Verzeich-Uisse errathen wollen, aber immer gefunden, dass die hierauf& e gründeten Erwartungen übertrolfen w urden. Jetzt wird mandagegen schon eine andere Berechnung, die zu einem umfas-senderen Resultate führen muss, machen können: es ist diesesder Vergleich nicht nur mit der Frequenz anderer, unterReichen Umständen befindlichen Bahnen, sondern auch mitder Frequenz derjenigen Bahnen, mit welchen eine neue“ahn in Verbindung tritt, so wie eine kombinatorische Be-rechnung darüber, was ihr von dieser Frequenz zufällt."°lche weitläufige, die gehörige Sachkenntniss voraussetzende“utersuchungen sind indessen nicht die Basis der Spekulatio-nen der Bankiers und gewöhnlichen Börsenmänner, diesel r agen nur, welche Dividende giebt eine Aktie und ist deren. 0|- tdauer zu envarten, wobei sie sich nach den Ansichtendrer Geschäftsfreunde, die mit Personen, welche wesentlichen.'afluss auf die Sache haben, im Einverständniss sein müssen,gellten und sich im Uebrigen auf ihre und ihrer Freunde“rsenoperationen verlassen. Diese Männer bilden die Mehr-,e, t; sie haben deshalb oft einen grossen, doch immer nurprübergehenden Einfluss auf den Stand der Aktien, denn auf* e Länge der Zeit muss die richtige technische Beurtheilung. “er alles Andere siegen. So war z. B. mit grosser Sicher-,e *t nach einfacher mathematischer Kombination vorauszu-. Ien i dass die Frequenz der Magdeburg-Leipziger und Leip-'S-Dresdener Bahn nach Eröffnung der Berlin-Anhallischena ‘*n ausserordentlich steigen müsse, und sich also der Ertrager ersteren beiden Bahnen sehr vermehren würde, aber den-°ch stiegen die Aktien nach jener Eröffnung lange hin nurm ) ven ig; es musste erst die bessere Dividende erfolgt sein,e nigstcns in bestimmter Aussicht stehen. Aus diesen Erläu-^erunge,, dürfte hervorgehen, dass, um in Eisenbahnaclien fürle Dauer glücklich zu spekuliren, zunächst ein gewisserr ad von technischer Intelligenz zum Verständniss des innern