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Deutsches Eisenbahn-Buch : ein Taschenbuch für Reisende, Aktienbesitzer, Eisenbahnbeamte, Gasthalter, Kauf- und Geschäftsleute aller Art... / Fr. Wilh. von Reden
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Berlin-Frankfurter Eisenbahn.

Die vorkommenden kleineren Bogen haben Krümmungshalb-messer von 280 , 350 und 400 Ruthen.

3. Anlage- und Einrichtungskosten.

Das Aktien - Kapital beträgt 2,800000 Tlilr., welches durch22000 Stamm-Aktien ä 100 Thlr. und 6000 Prioritäts-Aktien ä 100Thlr., zu 4 pCt. verzinslich, zusammengebracht worden ist. Fürjede der Stamm-Aktien werden nach dem schon erwähnten Kauf'vertrage mit der Niederschlesisch - Märkischen Bahn 162% Thlr. ioPrioritäts-Aktien der Berlin - Schlesischen Bahn ausgegeben.

4. Bedeutende Bauwerke, Betriebsmittel.

Die Erdarbeiten sind nicht bedeutend, indem die grüfsten Auf'träge nur eine Höhe von 12 bis 18 Fufs haben; der bedeutendst*Einschnitt von 14 bis 29 Fufs Tiefe findet sich auf der Höhe beiKosengarten, die Bahn liegt hier 205 Fufs über dem Berliner Bahn-höfe. Die gröfsten Brücken sind über die Wühle von 40 FufsWeite; über das Alt-Landsberger Fliefs von 290 Fufs Weite, übetdas Rahnsdorfer Mühlenfliefs von 50 Fufs Weite, über den Flaken-see bei Erkner von 243 Fufs lichter Weite. Der Oberbau bestehtaus Hohlschienen (85 50 Pfd. pro Yard schwer), welche theilsauf Langschwellen, die auf Querschwellen ruhen, theils nur aufQuerschwcllen ohne Langschwellen, befestigt sind.

An Betriebsmitteln sind vorhanden: 15 Lokomotive von \4-Norris in Philadelphia, 27 Personen- und 71 Güter-, Gepäck-,Equipagen- und Viehwagen.

5. Betriebseinnahmen und Kosten, Veninsung, Dividende, Kursder Aktien.

Die Gesannntcinnahme vom 23. Oktober 1842 bis 31. Dezem-ber 1843 war . ;. . 340374 Thlr. 10 Sgr. 10 Pf-

Die Betriebsausgaben beliefen sich auf 146926 ,, 24 8 ,.

Ueberschufs.. 193447 Thlr. 16 Sgr. 2 Pf"Hiervon wurden gezahlt:

5 pCt. Zinsen an die Stamm-Aktien 110010 -

4 Priori täts 2-iOOO - -

Blieb. 59447 Thlr. 16 Sgr. TpT

Von diesem Ueberschusse vertheilte man 2 pCt. Dividende auldie Stamm - Aktien, das alsdann Verbleibende rechnete man demReservefonds zu.

Im Jahre 1844 betrug die Einnahme aus dem Betriebe:

300700 Thlr. 17 Sgr. 8 Pf.