Band 
Erster Theil.
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Einleitung.

um ihre Achse wird der Wechsel von Tag und Nacht hervorge-bracht. Die Sonne erleuchtet zur Zeit nur die Halste der Erdkugel;jede Gegend der Erde hat also während 24 Stunden einmal Tag,einmal Nacht. Stände die Erdkugel senkrecht auf ihrer Bahn, d. h.in solcher Richtung gegen die Sonne, daß die Strahlen derselben senk-recht auf den Äquator fielen, so wäre der Wechsel von Tag und Nachtallethalben gleichförmig, jede Gegend hatte 12 Stunden Tag, 12Stunden Nacht, auch der Wärmegrad bliebe in allen Gegendenstets gleich und es gäbe weder Verschiedenheit der Jahrszeiten, nochgrößere oder geringere Tag - und Nachtlängen; allein die Erdkugel hateine schräge Stellung; ihre Achse macht nämlich mit ihrer Bahn einenWinkel von 23" 27', so daß, da diese Richtung unverändert bleibt,während einer Hälfte des jährlichen Umlaufs die N. Halbkugel, wäh-rend der anderen Hälfte die S. Halbkugel mehr der Sonne zugewen-det ist, also auch längere Zeit erleuchtet und, weil die Sonnenstrahlendie zugewendete Seite senkrechter treffen, mehr erwärmt wird als dieabgewendete Halbkugel. Die Sonnenstrahlen fallen einmal des Jah-res senkrecht auf den Wendekreis des Krebses, einmal senkrechtauf den des Stein bocks. Da nun, je senkrechter die Strahlen fal-len, desto großer die durch sie hervorgebrachte Wärme ist, so muß noth-wendig die Folge dieses Wechsels auch ein regelmäßiges Ab- undZunehmen der Wärme auf jedem Theile der Erdoberfläche imVerlauf eines Jahres sein. Zugleich folgt aus der angegebenen Stel-lung der Erdkugel, daß je weiter eine Gegend nach den Polen zuliegt, desto länger die Tage im Sommer, desto länger aberauch die Nächte im Winter sind. Diese schiefe Richtung derErdachse ist also die Ursache des für die Erdbewohner so wohlthätigenWechsels der Jahrszeiten. Hat nämlich die Erde (21. JuniLolstitinm des Sommers) den Standpunkt erreicht, in welchem dieSonnenstrahlen senkrecht auf den Wendekreis des Krebses, 23Z" (ei-gentlich 23" 27' 35") nördlich vom Äquator fallen, so erleuchten siedie Erdkugel vom südlichen Polarkreise an bis 23^" über den nördli-chen Polarkreis hinaus. Die Gegend innerhalb des südlichen Polar-kreises wird dann gar nicht erleuchtet und hat stets Nacht; dagegenhat die Gegend innerhalb des nördlichen Polarkreises die Sonne immer,hat also stets Tag; die ganze Nordhälfte der Erde hat dann wärmereund längere Tage als die Südhälfte (Sommer). Hat dagegen dieErde den Standpunkt erreicht (23. Septbr. ^regniiioetinin, Tag-und Nachtgleiche des Herbstes), in welchem die Sonnenstrahlen senkrechtauf den Äquator fallen, so scheint die Sonne von Pol zu Pol, dieganze Erde hat Tag und Nacht gleich, und alle Gegenden unterdenselben Breitengraden in S. und N. haben gleiche Wärme (Herbst).

zu viel gerechnet waren. Er brachte es dahin, daß man 1582 diese inLage ganz wegließ. Erst I7NN nahmen die Deutschen Protestanten,Dänen und Holländer, 1752 die Engländer, 1753 die Schweden diesenAalender an, der späterhin noch genauer bestimmt wurde (Verbesser-ter Gregorianischer Kalender). Die Rüsten und Griechen ha-ben noch den alten Julianischen Kalender, und sind daher jetztschon um 12 Tage zurück.