Oberfläche der Erde, Gebirge. H
che: Europa, Asien, Afrika (zusammen die Alte Welt) undden größten Theil Australiens; die westliche: Amerika, NeueWelt. Der größte Tbeil des Landes, § des Ganzen ---- 1,600,000L. M. liegt auf der östlichen, nur 800,001) auf der westlichen Halb-kugel. Durch den Äquator werden ebenfalls zwei Erdhälften begränzt,die nördliche mit H des Landes — 1,800,000 O. M. und die südlicheHalbkugel mit r — 600,000 Q. M. Große Revolutionen, welchedie Geologie, d. h. die Lehre von der Bildung des Erdkörpers, zucnträthseln sucht, haben schon wor Jahrtausenden der Erdoberfläche ihrejetzige Gestalt gegeben. Unterirdische Kräfte (Feuer), deren furchtbareThätigkeit noch jetzt die Vulkane beurkunden und die Erdbeben bestäti-gen, hoben einzelne Theile der Erdoberfläche zu Bergen, Gebirgen undganzen Hochländern empor und versenkten andere (deutlich geht das Er-heben aus der schrägen, oft senkrechten Richtung der Felsen und Erd-schichten hervor; hohe Gebirge waren einst unter dem Meeresspiegel,wie die zahllosen Reste von Secthieren auf denselben beweisen). Was-ser war bei der Gestaltung der Erdoberfläche (vergl. S. 12) nicht we-niger thätig und eine vielleicht wiederholte Fluth auS SW. kommendscheint die jetzigen Erdtheile gebildet zu haben. Nur an den Grund-festen der Gebirge brach sich die Kraft der Wogen, die den größtenTheil des Landes von S. wegrissen und nach N. schleuderten; daherdie größere Landmasse in N.; daher der in Halbinseln und Felsen-spitzen auskaufende tief eingcschnittene S. Rand aller Länder; daherdie Steilheit der meisten Hauptgebirge an ihrer S. und W. Seite,während sie nach N. und O. zu mehr stufenweis in die Ebenen auskaufen(Himalaja, Cordilleras, Alpen, Skandinavisches Gebirge); daher die Pflan-zen und Knochen von Thieren der südlichen Halbkugel im aufgeschwemm-ten Lande der nördlichsten Gegenden, von denen man auf der südlichenHalbkugel wenig oder gar keine Spuren findet *). Das Land wirddurch die hervorragenden Theile des Erdkorpers gebildet, und alle Ge-birge sind als Spitzen des festen Erdkerns zu betrachten, die nebenund zwischen sich die verschiedenen Erdarten aufgehäuft enthalten, de-nen sie erst Festigkeit geben. Das ebene Land der Erde, wie dasMeer selbst, ist als Ausfüllung ungeheurer Thäler zu betrachten, vondenen die Erdoberfläche durchschnitten ist und deren Grund in uner-forschter Meerestiefe ruht oder mit dem ebenen Lande gleich, oder selbstüber demselben oft mehre tausend Fuß erhaben ist. Hochthäler undHochebenen sind die höchsten Zwischenräume der Gebirge. Die bc-merkenswerthesten sind die Hochebenen in Mittelasien, hie in einerErhebung von oft mehr als 8000 F. und von höheren Gebirgen durch-schnitten einen Raum von mehr als 200,000 Q. M. einnehmen;Mexico bildet eine über 100 M. lange, bis zu 8000 F. sich erhe-bende Hochebene, und auch die ganze Südhälfte Afrika's ist ein
*) Ludere erklären daS Vorkommen südlicher Pflanzen und Thierknochen inPolargegendcn auS dem durch Veränderung der Richtung der Erdachseebenfalls veränderten Klima der Polargegendcn, und nehmen an, daß inder Urzeit die Polargegendcn wirtlich warm genug für jene Thieregewesen seien.