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Höhlen. Gewässer. Meer.
einzelne Inseln sowohl als,ganze Inselketten. Zu den merkwürdigenErscheinungen an den Gebirgen gehören die in ihnen sich findendenHöhlen. Sie sind vorzugsweise den Kalkgebirgen eigen, und tbeilsdurch Einsinken des Bodens, meistentheils aber wohl durch Auflösungdes Kalksteins entstanden; in den meisten derselben findet sich auchWasser in Bachen, oder kleinen Seen, oder durch die Decke tröpfelnd;ja manche nehmen ganze in sie stürzende Flüsse auf. Viele derselbensind Stunden lang, von bedeutender Höhe, mit mehren Abtheilungenund tiefen Abgründen. Reich an Höhlen sind besonders die Kalkalpenin Krain, wo die berühmte Adelsberger Grotte sich durch Größe undabentheuerliche Tropfsteingebilde auszeichnet. Eben so berühmt sind dieHöhlen auf Antiparos, bei Eastleton (kasteltn) und Kirkdale (dehl)in England, im Staate Kentucky in N. Amerika u. a. Viele enthal-ten Tropfstein, andere sind durch die in ihnen sich findenden Thier-knochen, durch Dünste, Windströmungcn, durch Kalte oder Wärme,durch Eismassen merkwürdig. Ungeheuer müssen die Räume in derunerforschten Tiefe sein, aus welcher die Massen von Lava herausge-strömt sind, welche ganze Berge und Gebirge bilden. Wichtig sindGebirge für ein Land durch ihre Quellen, die vorzugsweise aus ih-nen entstehen, da sie, besonders wenn sie bewaldet find, die Dünste ansich ziehen und als Wasser niederschlagen; ferner durch ihre Richtung,indem sie den Lauf der Flüsse und die Wasserscheide (davonweiter unten) und die Verbindung zwischen den angrenzenden Ländernbestimmen; nicht weniger durch ihre Mineralien und durch denEinfluß, den sie auf Klima, Wind und Wetter, selbst auf denCharakter der Menschen haben, wenn man auch die durch sie be-wirkte Verschönerung der Natur nicht in Rechnung bringen will.— Zwischen den Gebirgen und vom Fuße derselben nach dem Meerezu dehnen sich oft ungeheure Ebenen aus, deren Abhang sehr verschie-den ist. Manche derselben nähern sich der wagerechten Lage so sehr,daß sie in einer Strecke von vielen Meilen oft nicht einen Fuß Ab-hang haben, so daß die in ihnen befindlichen Gewässer sich kaum fort-bewegen, häufig stehen bleiben (stagniren) und Seen und Sümpfebilden (Steppenflüsse), so die Flächen in S. Rußland, in Mittelasien,die Llanos und Pampas in S. Amerika. Manche solcher Flächen sindsehr wasserarm, besonders die eigentlichen Sandwüsten, wie dieSahara in Afrika, andere haben nur spärlichen Pflanzenwuchs undsind wenigstens zum Ackerbau unpassend (Steppen), noch anderehaben Überfluß an Feuchtigkeit, die aber keinen hinreichenden Abzughat (Moräste, Sümpfe, oft die Vorrathskammern unschätzbarer Tors-massen). Ganz verschieden davon ist der fruchtbare Marschbodenam Ufer des Meeres und der Flüsse. Thon, Kalk, Sand undDammerde (Humus, der aus verweseten Pflanzentheilen besteht),sind die gewöhnlichen Bestandtheile des Bodens, deren verschiedene Mi-schungsverhältnisse die mindere oder größere Fruchtbarkeit einer Gegendbedingen.
Der größte und tiefste Theil der Erdoberfläche ist mit Wasserangefüllt und dies nimmt daher fast H derselben ein. Ozean, Meer,See sind die Benennungen der großen Wassermassen, bis 10,000 F.