Band 
Erster Theil.
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Gewässer. Meer. Quellen.

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mung der Meere giebt es nicht, wohl aber findet sich dies in einzel-nen Meeren, B. im Atlantischen Ozean die sogenannte Äquato -rial sttrömung, welche von der Küste von Afrika nach S. Amerikaund Wcstindien zu geht, sich >ni Mexikanischen Busen bricht und alsGolfstrom wieder gegen W. nach Europa zu sich wendet; fernereine ähnliche Strömung von O. nach W. im Stillen Ozeane. Beidewerden wahrscheinlich durch den Umschwung der Erdkugel und die deshalbzwischen den Wendekreisen herrschenden Passatwinde veranlaßt. Unerklärtaber sind viele Strömungen in anderen Gegenden. Nicht so auffallendsind die Strömungen in Meerengen. Oft geht der Strom der Ober-fläche und der Tiefe in ganz entgegengesetzter Richtung. Meerstru-del haben bei dem jetzigen Stande der Schifffahrt wenig Gefahr;desto mehr die Brandungen, welche das Landen oft völlig unmög-lich machen. Die Bewegung des Meeres auch beim stärksten Sturmereicht nicht tiefer als 60 bis 70 F. Höchst merkwürdige Erscheinun-gen sind Ebbe und Fluth, d. h. das innerhalb 24 Stunden48 Min. und 45 See. zweimal regelmäßig wechselnde Stei-gen und Fallen des Meeres. Einzig und allein die anziehendeKraft des Mondes und der Sonne scheint es nicht zu sein, die diesemerkwürdige Erscheinung hervorbringt, welche sich nach dem Standebeider Himmelskörper, besonders des Mondes, im Meridiane eines Or-tes, zu welcher Zeit sich die Kraft am meisten äußert, genau berechnenläßt und die bei Voll- und Neumond am stärksten ist. Der Unter-schied der Wasserhöhe zur Ebbe- und Fluthzeit ist in verschiedenen Ge-genden sehr verschieden, von 2 bis 50 F. und darüber; eben so derEintritt und die Dauer des Steigens oder Fallens. Stürme undandere Ursachen tragen zur Verstärkung oder Verminderung, zum frü-hern oder spätern Eintritt der Fluth viel bei. Stürme, die das Was-ser dem Lande zu treiben, veranlassen die Spring fluthen, die be-sonders zur Vollmondszeit, wie 3. Febr. 1825 in der Nordsee, denKüstengeqenden furchtbar werden können. Eingeschlossene Meere, wiedie Ostsee, haben oft gar keine, oder nur unbedeutende Fluth. ImMittelmeere steigt die Fluth gewöhnlich nur einen, dagegen im Adcia-tischen Meere zwei Fuß.

Die Meeresfläche der Erde verliert durch Ausdünstung eine un-geheure Wassermenge, die als Dünste in die Luft steigt und als Re-gen, Thau und Schnee sich auf dem Lande niederläßt, wo dadurchdie Quellen genährt werden, die aber durch unterirdische Kanäle nochandere Zuflüsse erhalten. Das reinste Quellwasser ist ohne alle Bei-mischung und daher ohne Farbe, Geruch und Geschmack; findetsich aber schwerlich irgendwo in dieser völligen Reinheit. Es bat im-mer Mincraltkeile aus der Erde in sich aufgenommen. Sind diese inbedeutender Menge vorhanden, so heißt das Wasser vorzugsweise Mi-neralwasser, welches als Bad oder Gesundbrunnen bei Krank-heiten wichtige Dienste leisten kann. Es giebt kohlensaure, alka-lische, eisenhaltige, muriatische, Schwefel- und Bitter-wasser, nicht zu gedenken derjenigen Quellen, welche Kupfer (Cc-mentquellen) Bergöl, Salpeter, Salz und andere Mineral-theile enthalten. Einige Quellen, deren Wärme die der AtmosphäreBolgcr's Handb. IrTH. 3te Aufl. 2