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Erster Theil.
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Gewässer. Atmosphäre. Schneclinie. Meteore. 19

lenstoff, aber in verschiedenen Gegenden sehr ungleich; daher die ge-sundere oder schädlichere Lust mancher Ocker. Diejenige Gegend derLust, in welcher so wenig Wärmestoff enthalten ist, daß alle Feuchtig-keiten stets als Schnee oder Eis erscheinen, nennt man die Schnee-region und deren untere Gränze die Schneclinie, deren Hohevom Äquator nach den Polen zu abnimmt; und, obgleich die Lage derLänder, die herrschenden Winde und andere Ursachen sehr viel zur Er-höhung oder Erniedrigung derselben beitragen, so läßt sich doch im

Allgemeinen folgende Stufenleiter annehmen: unter dem Äquator ---15,000 F-; 20» -- 13 bis 14,000 F.; 30° --- 12,000 F.; 35° --->

10,800 F-; 40° --- 9600 F.; 45° ---- 7800 F.; 50° --- 6000 F.;

<;g» 3000 F.; 70° — 1000. Über 80° senkt sie sich auf die Ober-

fläche der Erde. Die in der Luft enthaltene größere oder geringereWärme ist es besonders, die das Klima eines Landes bildet, welcheskeinesweges allein von seiner geographischen Breite, sondern auchvon der Beschaffenheit des Bodens (Sandwüsten, Gebirge, vieleGewässer, Moräste), von der Lage (Nähe großer Meere, ausgedehnteLandstrecken, Hochebenen) oder von dem großem oder geringern Anbaudes Landes abhängt. Auffallend ist die Erscheinung, daß die östlichstenGegenden, sowohl der alten als der neuen Welt, bedeutend kälter sindals die westlichen. Man vergleiche nur S. Sibirien mit N. Deutsch-land, oder Labrador mit der NW. Küste Amerikas. Durch Anbauwird das Klima eines Landes stets milder gemacht, Beweise sind Deutsch-land und N. Amerika. Durch die verschiedenen Mischungsverhältnisseund Wirkungen der mancherlei Stoffe in der Atmosphäre entstehen alleLufterschejnungen, Meteore, die in einigen Gegenden, z. B.Regen und Wind zwischen den Wendekreisen, regelmäßig, meistentheilsaber in unbestimmter Zeit sich zeigen, zum Tbcil, wie das Nord - undSüdlicht nur gewissen Gegenden eigen sind. Die bekanntesten Erschei-nungen dieser 'Art, die Wolken, sind Sammlungen feuchter Dünste,theils als Nebel unmittelbar auf der Erde ruhend, theils und oft ineiner Höhe ppn mehren 1000 F. in der Luft schwebend, bisweilenstark mit elektrischen, Stoffen vermischt und dann Gewitter-erzeu-gend. In Hinsicht der Quantität des Regens läßt sich einige Regel-mäßigkeit wahrnehme»; so kann man z. B. die Masse des jährlich fal-lenden Regens in Paris z» 20 Zoll, in Petersburg zu 16 Zoll, inDortrecht zu 38 Zoll annehmen. Andere elektrische Erscheinungensind das Nord- und Südlicht, die Sternschnuppen und dasSt- Elmsfeuer; zu .den feurigen Erscheinungen gehören Irr-lichter und Feuerkugeln; durch bloße Strahlenbrechung entstehenRegenbogen, Nebensonnen und Nebenmonde, so wie die merkwürdigeLuftspiegelung (Minute, Ist» Montan»), welche sich sowohlauf dem Meere, als in großen Ebenen zeigt. Durch die Störung desGleichgewichts der Luft entsteht Wind, der sich in den verschiedenstenAbstufungen als gelindes Wehen und als furchtbaren Orkan zeigt.Die stärksten Orkane sind nur. einzelnen tropischen Küstengegenden ei-gen ; überhaupt aber hat der Wind auf dem Meere größere Stärkeals auf dem Lande. Besondere Erscheinungen des Windes sind derTyphon, der Harmattan, Tornado, Samum, Ehamsin,

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