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Deutschland.
Oder; Waid, Krapp, Saflor, Safran, Anis, Fenchel,Kümmel und Senf wohl mehr in S. als in N-, Meerrettigan der westl. Unterelbe, Hopfen in Bohmen, Braunschweig undBaicm viel, Süßholz nur in S.; Kardendisteln in Schlesienund Sachsen, Zichorien in Sachsen und Braunschweig, Wein amschönsten am Rhein, Neckar, Main, Donau und Mosel, schlecht inSachsen und Schlesien. Der Obstbau blühet mehr in S. als N.,verbreitet sich aber auch hier immer mehr, selbst in der Zucht derPfirsiche, Aprikose und des Weinstocks. Der Wallnuß-baum kommt auch in N. noch fort, hat jedoch den Winter 1823 dortnicht ertragen. Die ächte Kastanie und Mandel gedeihet nur nochin S. Wilde Beerenarten haben Wald und Gebirge in Überfluß;Erd-, Hcidel-, Brom-, Him-, Krons-, Preussel- undWachholderbeeren bedecken selbst die dürren Heidebencn und Wal-dungen des N. Waldung ist viel in Deutschland, aber ungleichvertheilt, am wenigsten zwischen Weser und Ems und im Küstenlandezwischen Weser und Elbe, in den übrigen N. Ebenen ist Laub - undNadelholz genug vorhanden. Da wo es am meisten mangelt, wirdes durch unerschöpfliche Torfvorräthe ersetzt. Deutschland hat die ge-wöhnlichen Europäischen Hausthiere alle. Das Pferd ist ausgezeich-neter in N. als in S- Ostfriesland, Oldenburg, Holstein, Mcklen-burg sind berühmt durch ihre herrlichen Rinder; Hannover und dieübrigen genannten Provinzen, auch Lippe, durch starke Pferdezucht;auch in den Gebirgen in S. ist vorzügliche Rindviehzucht. Esel sindnur in den Bergen häufig, überhaupt mehr in S. als in N. Sehrbedeutend ist die Schafzucht, und besonders in Sachsen, Böhmenund dem östlichen Preußen, wo sie durch Spanische Widder veredelt ist,ausgezeichnet in Europa; höchst wohlthätig für die Heidgegcnden istdie kleine, meist dunkelfarbige und gehörnte Heidschnucke. Zie-gen gehören mehr dem S. und dem Gebirge, als den N. Ebenen an;gleich verbreitet ist das Schwein, besonders aber wichtig in Westfa-len; Wild ist allethalben, fast mehr aber in N. (wo besondersSchweine, Hirsche und Rehe für den Ackerbau oft zur Landplagewerden), als in S. Der Dammhirsch und das wilde Kaninchensind viel seltener; die Gemse gehört nur den Alpen an, der Stein-bock ist fast ausgestorben, wie es schon seit Jahrhunderten der Auer-ochs und das Elen ist. Allethalben verbreitet ist der Hase. VonRaubthieren findet sich noch hin und wieder der Bär in den Alpen,der Wolf in O. der Oder und im W. des Rheins, wenig wildeKatzen, noch weniger Luchse; Füchse, Marder, Wiesel unddergl. allethalben, auch der Dachs und die Fischotter, letztere ammeisten in der nordöstl. Ebene, sehr selten ist der Biber. Der Ham-ster besonders in Sachsen (in manchen Jahren wahre Landplage),Murmelthiere nur auf den Alpen, Eichhörnchen allethalben(oft schwarz im Schwarzwalde, am Harze u. a. Gebirgen); Sieben-schläfer sind nicht unbekannt, aber nicht so häufig als der Igel.Seehunde an derN. und O. See. Wasservögel, (besonders Gänseund Enten, wild und zahm, auch Möven, Störche, Schwäneselten wild) sind mehr in N. als in S., Fasanen vorzüglich in