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Deutschland.
etwa j des Bodens unbebauet ist, so ist die Bevölkerung sehr bedeutend,— 4000 Menschen auf 1 Q. M. Unter den E. Deutschlands sind etwa6 bis 7 Mill. S.laven (Slowaken, Kroaten, Winden undTschechen in Österreich, Kassuben in Pommern, Wenden inder Lausitz u. a.) in den östlichen Provinzen. Außer diesen finden sich300,000Juden und über 200,000 Italiener, 3 bis 6000 Grie-chen und Armenier. Die Nachkommen derFranzösischen Flücht-linge aus dem 17. Jahrh, sind meistentheils schon zu Deutschen gewor-den, und die Zahl der Zigeuner ist gering. Theilt man die E.nach ihrem Glaubensbekenntnisse, so finden wir etwa I9j Mill. Ka-tholiken, 15^Mill. Protestanten, unter welchen letztem etwa10,000 Herrenhuter, Mennoniten u. a. Sectirer. Der Un-terschied zwischen Lutheranern und Reformirten hat längst seine Bedeu-tung verloren und ist in vielen Staaten seit 1817 auch dem Namennach aufgehoben, und aus der protestantischen ist dadurch, namentlichin Preußen, Baden, Hessen Darmstadt, Nassau, Rheinbaiern u. a. eineEvangelisch Christliche Kirche geworden. Nach der Aufhebungder alten Bisthümer durch den Frieden zu Luneville und den man-nigfachen darauf folgenden Gebietsveränderungen sind nach der Er-richtung des Deutschen Bundes für die katholischen E. folgende geist-liche Öberbehöcden eingesetzt: in Preußen das Erzbisthum Gnesenmit den Bisthümcrn in Kulm und Ermeland, das BisthumBreslau, das Erzbisthum Köln mit den BisthümernTrier, Münster und Paderborn; in Hannover das BisthumHildesheim (und Osnabrück); in Baiern das ErzbisthumFreisingen (München) mit den Bisthümern Passau, Augs-burg, Regensburg, das Erzbisthum Bamberg mit denBisthümern Eichstädt, Würzburg, Speier; in Baden dasErzbisthum Freiburg (auch für Hohenzollern) mit den Bis-thümern Mainz (für das Großherzogthum Hessen), Fulda (fürKurhesscn), Rotten bürg (für Würtemberg) und Limburg (fürNassau und Frankfurt). Katholiken, Lutheraner und Reformirte sollenseit 1816 durchaus gleiche politische Rechte und allethalbengleich freie Religionsübung haben.
In wissenschaftlicher Bildung stehen die Deutschen mit Englän-dern und Franzosen auf der ersten Stufe; kein Feld der Wissenschaf-ten ist von ihnen ohne ausgezeichnete Arbeiter, und viele ihrer Gelehr-ten und Dichter strahlen als Sterne erster Größe. Deutsche Gelehrtein ansehnlicher Zahl auf fremden (Russischen, Niederländischen, selbstEngl. und Französ.) Unterrichtsanstalten zeugen von der AnerkennungDeutschen Verdienstes. Auch die Künste werden treulich gepflegt undkennen in Deutschland berühmte Meister. Drei und zwanzig Univer-sitäten (1790 gab es 38 Universitäten), mehr als irgend ein anderesLand hat, bewahren und erweitern durch zahlreiche Lehrer und man-cherlei Anstalten und Sammlungen Wissenschaft und Kunst; nur inder Tanzkunst steht der Deutsche dem Franzosen nach. Die Zahl derBibliotheken, Sammlungen, Schulen, Akademien, Gesellschaften fürwissenschaftliche und künstlerische Zwecke ist größer als in irgend einemanderen Lande, und Volksbildung allgemeiner als in den anderen auf-