Band 
Erster Theil.
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Deutschland.

Gemsen, Bären, Wölfe, Luchse finden fich auch hier; derStcinbock scheint vertilgt. Obgleich außer den Seidenwebereienin S-, wenig bedeutende Fabrikanstaltcn gefunden werden, so beschäfti-gen doch neben Vogelfang, Viehzucht, Acker- und Bergbau, die Woll-und Vaumwollwcbcrei, Bearbeitung der Metalle, besonders Ledcrgcrbe-rci, Glasbereitung, Holzschnitzerei und Handelsverkehr (Spedition nachItalien, wohin eine Hauptstraße über den Brenner führt) viele Men-schen. Die E. find großtenthcils Deutsche, ch etwa, in der S.Spitze, Italiener, alle, mit wenigen Ausnahmen, Katholiken.Lausende wandern jährlich im Sommer oder auf längere Zeit alsHausircr oder als Handwerker und Tagelöhner ins Ausland, be-sonders nach der Schweiz und Frankreich. >— Das jetzige Tirol, einstzum Herzogthum Baicrn gehörig, war späterhin unter die Bischöfevon Tricnt und Bripcn und verschiedene Grafen getheilt. Die Gra-fen von Andechs führten seit dem XII. Jahrh, den Titel derHerzöge von Mcran. Ihr Gebiet siel 1218 an die Grafenvon Tirol, und nach deren Ausstcrbcn durch Vcrmachtniß 1363 andas Haus Österreich; 1805 ward es an Baiern abgetreten, der süd-liche Theil kam an das Königreich Italien, 1814 kehrte es unterÖsterreichische Herrschaft zurück. Vereinigt find damit 1803 die bei-den ehemaligen Bisthümer Trient und Brixen, welche aber schonfrüher zu Tirol gehörten, wenn gleich die Bischöfe Reichs surftenwaren. Tirol hat 24. März 1816 eine neue landständische Verfas-sung erhalten. Die Stände bestehen aus Prälaten, Herren,und Ritter, Bürgern und Bauern, deren Rechte wenig bedeu-tender find, als die der übrigen Provinzialstände des Reichs.

g) Unterinnthal — 102L Q. M. 135,000 E. — Jnsbruck (1760 F.)am I»n, 11,000 E., liegt zwischen 7-8000 F. hohen Bergketten. Sitz desGuberniums, Appcllationsgerichts, Crimüialgcrichts und Landrcchtö, Straf-anstalt; seit 1826 Universität mit einer philosophischen und juristischen Fa-kultät (schon 1672 gestiftet, 1782 aufgehoben, 1792 wieder hergestellt, 1810wieder aufgehoben), Generalseminarium für Tirol, Gymnasium, vaterlän-disches Museum (leiilinsnileum), nach dem Muster des Grätzcr Johanne-ums 1823 gestiftet, mit ansehnlichen Sammlungen. Maximilians I. schönesGrabmal in der Franziskaner Kirche; die Hvfkirche mit 28 bronzenen Bild-säulen alter Fürsten; Schloß, die alte Burg, Kanzlei- und Ständehaus.Einige Seiden-, Handschuh-, Band- u. a. Fabriken. Lebhafter Handels-verkehr, denn von Jnsbruck führt die Hauptstraße durch das Sillthal 4100F. hoch über den Brenner Paß; eine andere durchs Obcrinnthal in dasSchweizer Engadin. — ch Schwa; am In», 3000 E. Kupfer-, Eiscn-und Silbergrubcn, die 2000 Menschen beschäftigen und jährlich 3500 MarkSilber und 250» Ztk. Kupfer liefern. Berggriin. Kaiser!. Tabacksfabrik.Kupfer- und Silbergrubcn sind auch bei Ritzbühl im Achenthale, 1350 E.— Wichtige Mefsingfabrik im Dorfe Achenrain. — R-rttcnberg amIn», 850 E-, Felsenschloß. Silber- und Kupfcrgruben. — Bei Rlein-weilau die Wafferfälle der Sill. — Ambras, altes Schloß, sonst merk-würdig durch die seit 1806 in Wien befindliche Waffen- und Kunstsamm-