Band 
Erster Theil.
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Preußen. Einleitung. 225

bedeutend. Goldsand, aber jetzt wahrscheinlich nicht benutzt, sinketsich in der Mosel; der Geldgewinn aus anderen Erzen ist unbedeutend.Schießen, Westfalen und Sachsen liefern Silber, jährlich 16,000Mark; Sachsen und Westfalen Kupfer — 12,000 Ztr. und Mes-sing 17,000 Ztr.; die Rheinprovinzen und Schlesien viel Blei,42,000 Ztr. und der Regierungsbezirk Aachen 30,000 Ztr. Bleiglanz(Glasurcrz); Schlesien, Westfalen und Niederrhein Galmei undZink----200,000 Ztr.; fast alle Gebirge des Landes Eisen --1,180,000Ztr.; Schlesien Arsenik — ISOOZtr.; Westfalen und Schlesien Ko-balt 14,000 Ztr. Reich ist Sachsen und Westfalen an Salz---1,600,OOOZtr-; Brandenburg und Sachsen an Alaun — 2I,OOOZtr.;Sachsen und Schlesien haben auch Schwefel — I200Ztr.; Vitriol--- 22 , 000 Ztr-, Salpeter in Sachsen, Salmiak im Regierungs-bezirk Trier; Braun- und Steinkohlen finden sich in den Rhein-provinzen, Westfalen, Schlesien und Sachsen über 30 Mist. Ztr.;Torf besonders in Brandenburg und Pommern in Menge; Edel-steine in Schlesien, Mühlsteine in Schlesien, Sachsen und Nieder-rhcin, nutzbare Thon- und Kalkarten in verschiedenen Provinzen;Marmor vorzüglich in Schlesien und Sachsen. Viele, aber wenigberühmte Mineralquellen.

Unter den E. sind gegen 9 Millionen Deutsche; in Schlesien,Pommern und Brandenburg über H Mill. Slaven (Wenden, Po-len, Kassuben und Tschechen) mit eigner Sprache; etwa 60,000Franzosen und Wallonen, theils Nachkommen der seit 1683 ein-gewanderten Französischen, Piemontesischen und PfälzischWallonischen Flüchtlinge in Brandenburg und Sachsen, theils inden an Frankreich gränzenden Provinzen; die Nachkommen der Einge-wanderten (Refugies) bilden nur noch an wenig Orten eigene Gemein-den und haben mcistenthcils die Deutsche Sprache angenommen. Au-ßer diesen giebt es noch etwa 80,000 Juden, am zahlreichsten inSchlesien. Die Mehrzahl der E. — 6,320,000, bekennt sich zur pro-testantischen Kirche; am zahlreichsten sind die Protestanten, derenHauptsekten (Lutheraner und Neformirte) sich seit 1817 in den meistenGegenden zu einer Ev an g e l isch Eh ri stl ich en Kirche vereinigt ha-ben, in den O. ProvinzenDie höheren Geistlichen heißen Super-intendenten, Gcneralsuperintcndenten, in einigen Provinzen auch Bi-schöfe; die geistlichen Behörden bilden die Consistorien, deren injeder Provinz (mit Ausnahme von Jülich Kleve Berg) eins ist. DieKatholiken — 3,320,000, sind am zahlreichsten in Schlesien undden W. Provinzen. Sie haben (im ganzen Preußischen Staate) seit1821 zwei Erzbischöfe, in Köln und Gnesen, und 6 Bischöfe,in Breslau, Kulm, Ermeland, Trier, Münster und Pa-derborn. Jeder Bischof hat ein Kapitel von 8 bis 10Domherrn zurSeite, die den Gottesdienst in der Kathedrale besorgen und Räthe des

*) Die ReformlrteN sind in den W. Provinzen am zahlreichsten; 1818lebten daselbst 313,000 (davon allein in Jülich Kleve Berg 146,000),in den O. Provinzen nur 71,000.

Volger'S Handb. IrTH. 3te Anst.

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