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Deutschland.
Bischofs sind, bei deren Wahl auch nicht mehr auf Stand und GeburtRücksicht genommen werden darf. Von anderen Sekten bemerken wirdie Mennoniten, deren ganze Zahl jedoch etwa 2000 betragt, vondenen fast die Hälfte in Jülich Kleve Berg wohnt. Unbedeutend istdie Zahl der Herrnhuter und Hussiten in Schlesien, Branden-burg, Sachsen und Niederrhein- Für Bildung sorgt die Regierungaufs ruhmwürdigste. Es sind im ganzen Staate 6 vollständige Uni-versitäten (Königsberg, Breslau, Berlin, Halle, Greifswalde, Bonn),eine katholisch theologische Akademie in Münster, mehre protestantischtheologische und philologische Seminare, 7 katholische Priesterseminareund 109 (von denen in den Deutschen östlichen Provinzen 66, in denwestlichen Provinzen 28, in Preußen 12, in Posen 3) in neuern Zei-ten sehr verbesserte und unter Aussicht der Consistorien stehende Gym-nasien; außerdem zahlreiche gelehrte Gesellschaften, Akade-mien und andere Institute für einzelne Zweige der Wissenschaftenund Künste, Schnllehrcrseminarc, Kunst- und Gewerbschulen,Blinden- und Taubstnmmeninstitute, große Bibliotheken,Museen, Gemäldcgallerien, botanische Gärten, Stern-warten u. a. wissenschaftliche Anstalten. Dem freien wissenschaftlichenVerkehr stehen durch Censur und Bücherverbote wenige Hindernisse ent-gegen. Noch müssen hier die zahlreichen Bibelgesellschaften, Vereinezur Verbreitung Christlicher Erbauungsschriften, zur Beförderung desChristenthums unter den Juden, zur Bildung von Missionairs, zurBesserung von entlassenen Sträflingen und Gefangenen bemerkt werden.Die Industrie des Landes ist in einigen Gegenden der Rheinpro-vinzen, Westfalens, Brandenburgs, Schlesiens und Sachsens sehr blü-hend; am gewerbreichsten ist die Gegend um Elberfeld und Barmen,wo auf einem Raum von 6 Q. M. gegen 400 Fabrikanstalten sind.In Pommern u. a. Theilen des Landes nährt sich der E. fast nur vonLand wirthschaft und den gewöhnlichen städtischen Gewerben; jedochsucht der Staat durch Verbote, Eingangszölle, Handels- und Aollverträge,mögliche Gewcrbefreibeit, Privilegien, Vereine, öffentliche Ausstellungen undPrämien den Kunst- und Gcwerbflciß immer mehr zu heben. Allge-mein ist die Leineweberei, am vorzüglichsten in Westfalen, Schle-sien und Jülich Kleve Berg; Baumwollfabriken sind am zahl-reichsten in Jülich Kleve Berg, Sachsen und Brandenburg ; wichtig istdie Verarbeitung der Wolle, die in Schlesien, Brandenburg undSachsen am verbreitetsten ist und in den Rheinprovinzen das feinsteTuch liefert, Seidenfabriken sind am zahlreichsten in Jülich KleveBerg und Westfalen, beide Provinzen haben auch die meisten Band-fabriken. Leder wird vorzüglich in den Rheinprovinzen verarbeitet;Hüte liefern vorzüglich die O.Provinzcn, das meiste Papier Schle-sien, Westfalen und Sachsen; Öl wird besonders in Sachsen und denW. Provinzen geschlagen. Tabacks fabriken sind in großer Zahlin allen Provinzen; Zichorienfabriken am meisten in Sachsen;Pottaschsiedereien in Westfalen. Sehr wichtig ist in allen Ge-birgsgegenden die Verarbeitung des Eisens. Zahlreich sind Kupfer-,Messing-, Zink-, Gold- und Silberfabriken. Die Glas-hütten besonders in Westfalen und Schlesien; Pulverfabriken