Band 
Erster Theil.
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231
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Preußen. Brandenburg. 231

Juden. Die Hauptthcile sind: Berlin, (Alt- und Neuköln, die ältestenStadttheile, 1307 vereinigt), Fricbrichswcrdcr 166«, Oorothecn- oderNeustadt 1670, die Friedrichsstadt, 1689 angelegt, Luisenstadt, Friedrichwilhelmstadt, Spandauer Viertel, Rönigsstadt, Stralauer Viertel und2 Vorstädte, die alle, mit Ausnahme der Roscnthaler Vorstadt, von einer14 F. hohen, 2V,«0« Schritt langen Mauer umgeben sind. Berlin gehörtzu den schönsten Städten Europas und hat eine Menge Prachtgebäude ausneuerer Zeit; besonders zeichnen sich die Friedrichs- und Neustadt durchbreite und regelmäßige Straßen aus. Die bcmcrkcnswcrthestcn Straßensind die Linde», zugleich ein angenehmer Spazicrgang, 16« F. breit, ivoaSchritt lang, die Friedrichs- und Wilhelmsstraße, jene 425«, diese 2650Schritt lang, die Ronigsstraßc ^ 117« Schritt, die Lcipzigcrstraße, dieneue Friedrichsstraße, — 187« Schritt; die ausgezeichnetsten Plätze: derPariserplatz, der Wilhelmsplatz mit den Bildsäulen sechs PreußischerFeldherrn des siebenjährigen Krieges, der Delle Allianeeplay, der Lust-garten, der Platz am Zeughause, der Gpernplay mit den Bildsäulen derGenerale Scharnhorst und Bülvw vor der Königswache und der 1814 ausParis entführten Lübecker Kanone, so wie mit dem Denkmale Blüchers(einer fast 11 F. hohen bronzenen Bildsäule des Helden), der Gensdar-mcnplay, der größte und schönste der öffentlichen Plätze, 44« Schritt lang,mit zwei herrlichen Kirchen und dem prachtvolle» Schauspielhause geschmückt,der Dönhofs-, Leipziger-, Schloß-, Monbijouplay u. a. Das Bran-denburger Thor am Pariserplatze, für jMill. erbauet (1793) mit 12 Ko-rinthischen 44 F. hohen Säulen, 5 Durchgängen, 195 F. breit, 64 F. hoch,auf welchem das berühmte aus Kupfer gearbeitete Viergespann mit derSiegesgöttin steht, welches von 1806 bis 1814 in Paris war. Von den40 Brücken, unter denen 6 eiserne und 18 steinerne, bemerken wir dieLange Brücke am Schloßplätze mit der Ritterstatne des großen Kurfür-sten*), die eiserne weidendammer- (vor der Stadt) und Fricdrichsbrü-cke, die neue Schloßbrücke mit kolossalen Marmorgruppen. Unter den 33gotteödienstlichcn Gebäuden (die schöne Petrikirche brannte 1809 ab) sindzu bemerken: die Dorotheenkirche wegen des Marmordenkmals des Gra-sen von der Mark, die Garnisonkirche, die Marienkirche, die Nikolaikir-che, die älteste Kirche der Stadt, in welcher auch 1817 die erste Vereini-gung der Lutheraner und Reformirten vollzogen wurde, der Französischeund Deutsche Dom, der alte Dom, zugleich Schloßkirche, mit dem kö-niglichen Grabgewölbe, die katholische Rirche nach dem Muster des Pan-theon im Rom erbauet, die werdcrsche Kirche, ganz neu erbauet, die Sv-

*) Man zählt in Berlin 1« Marmor- und Erzbildsäulen: s) auf der Lauegen Brücke die des großen Kurfürsten; d) auf dem Wil-helmsplatze die des Fürsten von Anhalt Dessau, der GeneraleSchwerin, Winterfeld, Ziethen, Seidlitz und Keith; c)auf dem Opernplatze die des Fürsten Blücher; 6) vor der Königs-' wache die der Generale Scharnhorst und Bülow. Außerdem die12 Kurfürsten im Schlosse.