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Deutschland.
liche Sitten und Sprache abgelegt, und sind zu Germanen geworden),und Protestanten; jedoch wohnen auf dem Eichsseldc und in Er- !fürt, so wie in einzelnen andern Gemeinden 88.000 Katholiken.
Die Zahl der Juden belauft sich auf 4000. Die Stände bestehen >
aus den Grafen von Stollbcrg Stollberg, Wernigcrode und Nosla, !
den Abgeordneten der Stifter Naumburg und Mcrscburg, dem Besitzerdes Dcssauischen Amtes Waltcrnicnburg, 29 Abgeordneten der Ritter- i
schaft, 24 Abgeordneten der Städte und 13 Abgeordneten der Guts» !
bescher und Bauern.
1 ) Regierungsbezirk Magdeburg — 205 Q.M. 570,000 E., unterdenen 8000 Rathotikcn, 2400 Juden. Einthcilung in 15 Kreise.
») Herzogthum Magdeburg (ohne den Saalkrcis) Dies ehemalige837 gegründete 967 zu einem Erzbisthnm erhobene Stift ward im West-fälischen Frieden säcnlarisirt, kam nach dem Tode des letzten Administrators1680 an Knrbrandcnburg, und war von 1807—1813 ein Theil des König-reichs Westfalen. — ch Magdeburg an der Elbe, die sich hier in 3 Armetheilt, wichtige Festung, 40,500 E., unter denen 1500 Katholiken. DieAltstadt und der Ncumarkt bilden die Festung, die durch die auf einerElbinscl liegenden Citadelle durch die Stern- und neue Schanze auf demlinken Elbufer, so wie durch einen Brückenkopf am rechten Elbufcr ver-stärkt wird. Der dritte Theil ist die Friedrichsstadt. Die VorstädteSudcnburg und Neustadt wurden von den Franzosen 1812 niedergerissen,jetzt sind beide wieder hergestellt, die Neustadt zum Theil verlegt (neueund alte Neustadt). Die Stadt selbst ist unregelmäßig gebauct, hat abereinige ausgezeichnete Gebäude, besonders an dem breiten Wege, dem altenMarkt und Oomplatze, welcher letzterer mit Bäumen umgeben ist. DenMarkt schmückt Otto's I. Bildsäule. Der von Quadern crbauetc Dom, !von Otto 1. gegründet, ein herrliches Gebäude mit zwei Thürmen, einemAltare von Jaspis und Taufstcin von Porfpr; daneben das Zeughaus.
Am Domplatzc ist auch das Schloß und Regicrungsgebäude, am Marktedas große Rathhans, 1691 erbauet. Noch zu bemerken sind die Domprvb-stei, das Landschaftshaus, au der Elbe die großen Waarenniederlagcn, aufdem Fürstenwallc das CommandantcnhauS. Sitz des Obcrpräsidcnten; Re-gierung, Obcrlandesgericht. Außer den 8 protestantischen deutschen Kirchen,sind hier 3 Deutsche, Wallonische und Französische Reformirte, und 1 ka-tholische Kirche, zwei Gymnasien, eine Kunstschule, Schullehrcrseminar,
3 Bibliotheken, 4 Waisenhäuser, Hebammenschulc, Zucht- und Arbeitshaus,überhaupt ausgezeichnete Schul- und milde Anstalten. Wichtiger Handel;ehemaliges Stapelrccht, durch die Elbschifffahrtsactc aufgehoben. Banco-comptoir. Unter den vielen Fabriken sind die Woll-, Leincwand-, Tabacks-,Zucker-, Zichorien- und Fayenccfabrikcn die bedeutendsten. Letzte Elbbrückevon hier nach N. zu. Einnahme der Stadt durch Lilly 1631, 10. Mai.
Otto von Gucrikc, geb. 1602, ch 1686 in Hamburg. — si wanzleben,
3800 E. — Seehausen, 2000 E. Steinbrüche. — Egel», 2500 E. Woll-weberei. Braunkohlengrnben bei Altenwcddigen. — f- Lalbc a. d. Saale,