Band 
Erster Theil.
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Preußen- Sachsen.

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mcistcntheils in W. dieses Stromes, der etwa 35 Meilen weit Preu-ßischen Boden berührt und allcthalbcn durch fruchtbare Ebenen, höstchcnsvon Hügeln eingeschlossen, völlig schiffbar fortfließt. Die Elbe nimmt vonO. her nur die Schwarze Elster mit der Pulsnitz und Röderauf, in NO. bildet sie selbst und die Havel Gränze gegen Branden-burg, ist aber mit dieser weiter in S. durch den 4j Meile langenPlaucnschcn Kanal oder Fricdrichsgrabcn, 1745 vollendet,verbunden. Der Hauptncbcnfluß der Elbe von W. her ist die Saale,welche die Unstrut mit der Wippcr, Heike und Helme, dieWipper und Vode mit der Holzemmc, und die Weiße Elsteraufnimmt. Ferner fließen zur Elbe die Ohre, Tanger, Jcetzeund Aland; letztere beiden haben aber ihre Mündung in Hannover.Die Mulde gehört ebenfalls zum Elbgcbiet, hat aber hier wederQuelle noch Mündung im Preußischen Sachsen. Zum Wcsergcbietegehört die in NW. entspringende Aller, die Ilse und einige anderekleine Harzflüsse, die Leine und an der W. Gränze die Werra.Außer dem Plaucnschcn ist kein Kanal vorhanden, wohl aber sinddie Unstrut und Saale durch künstliche Anlagen bis Naumburg undArtern, welche Arbeiten erst 1822 ganz vollendet sind, schiffbar gemacht.Seen sind: in der Altmark der Arcndscc, I^Meile im Umfange;in Mansfcld der süße und salzige See, beide zusammen nur^Q. M. groß; der Schollchner See bei der Havel. — Der mei-stenthcils fruchtbare Boden liefert viel Getreide und Hülsenfrüchte,trefflichen Flachs, Taback, Krapp, Waid, Saflor und Mohn,letztere drei, so wie Kümmel, Fenchel, Anis, Koriander, be-sonders um Erfurt und Mühlhausen, Hopfen in der Altmark undHalbcrstadt, Rübsaamen, Zichorien, Kardcndistcln, Obst.Der Weinbau einiger Distrikte an der S. Elbe ist unbedeutend. Sehrwichtig ist die Zucht aller Hau st hierc; besonders aber ist Schaf-zucht wichtig und stark veredelt. Wild ist viel vorhanden. Auch dasMineralreich ist nicht arm und liefert Silber und Kupfer inMansfcld und im Saalkrcisc in ansehnlicher Menge, Eisen am Harzund in Hcnnebcrg, Spießglas am Harze, Kobalt in Zicgenrück,Alaun, Salz in großer Menge (30,000 Last) in Magdeburg undSachsen, Vitriol, Salpeter, Schwefel, viel Stein- undBraunkohlen in Magdeburg und Mansfcld, Torf in der Altmark,Marmor, Alabaster und Mühlsteine am Harze, Porzclan-und Pfcifenthon. In Hinsicht der Industrie steht diese Provinzunter Schlesien, aber über Brandenburg; jedoch sind Fabriken mcistcn-theils nur in Städten. Leinewand-, Baumwoll- und Woll-weberei ist sehr verbreitet, auch Seidenfabriken.giebt es; außer-dem werden Band, Leder, Taback, Papier, Öl, Zichorien,Stärke, Seife, Branntwein und Mctallwaarcn in Mengeverfertigt. Allcthalbcn herrscht ein sehr reger Verkehr, der durch dieDurchfuhr von N. Deutschland nach S. sehr vermehrt wird; wichtigist in dieser Hinsicht besonders die Elbschifffahrt. Der Haupthandels-platz ist Magdeburg. — Die E. sind bis auf die Juden und Fran-zösischen Colonisten Deutsche (denn die Wenden, welche sonst zahl-reich waren, haben, mit Ausnahme der Halloren, längst eigenthüm-