Band 
Erster Theil.
Seite
260
JPEG-Download
 

260

Deutschland.

hcit) Heringen in der goldenen Au an der Helme, I95»§. — Relbra ander -Helme, 750 §. Wollhandel, Weberei. — Tilleda, Dorf ani Fuße des120V F. hohen Ryfhäuser Berges mit Mühlsteinbruchen und Burgruinen.Einst war hier eine kaiserliche Pfalz.

<>) Das Stift Nauniburg. Das von Otto I. 968 in Zeig gestifteteVisthum ward 1V29 »ach Naumburg verlegt. Das ganze Stift kam 1554an Kursachscn, gehörte von 1653—1715 einer Sächsischen Nebenlinie, wurde1815 an Preußen abgetreten. — ch Naumburg au der Saale, 9900 E.Schloß, Domkirche und protestantisches Dvmstift; Obcrlandesgcricht, Gym-nasium; Messe», lcbbaftcr Handel, Woll-, Leder-, Strumpf-, Blciwcis-,Vitriol - und Seifenfabriken. Weinbau. -Huffitcnfest 28. Iul. zum Anden-ken der Befreiung der Stadt 1132. — chZciy an der Weißen Elster,7800 E. Alte Moritzburg (die Stadt war bis 1717 Residenz einer Kur-siichsischen Nebenlinie) Schloß, Stift, Gymnasium, Schullehrcrsemiuar,Waisenhaus, Irrenanstalt, Cvrrectivns-, Armen- und Krankenanstalt imSchlosse. Baumwoll-, Woll-, Stärke- und Lederfabriken. Wachsbleiche.-Rayna, Flecken, 80» E.

e) Fürstenthum «v-uerfurt. Es bestand ehemals aus den ÄmternEmersurt, Jüterbock, Dahme, Hcldrungcn und Burg, welche zum Erz-stifte Magdeburg gehörten, im Präger Frieden aber als Furstcuthum anSachsen fielen; Burg wurde 1687, die übrigen Ämter 1815 an Preußenabgetreten, -j-Lruerfurt, 3100 E. Altes Schloß. Salpetcrsicdcrei, Kat-tundruckerei, Pfcrdemarkt- — Heldrungcn an der Schmücke, 1350 E. Indem alten Schlosse saß Thomas Münzcr gefangen. Pvttasch-. und Sal-petersicderci.

1) Stift Merseburg. Es wurde 968 als Bisthum gestiftet, fiel 1561erblich an Kursachsen, gehörte von 1656 bis 1738 einer Sächsische» Neben-linie, kam 1815 an Preußen. — ch Merseburg an der Saale, 8600 E-Schloß, bis 1738 Sitz einer Kursächsischc» Nebenlinie, Dom mit 4 Thür-men, Sitz der Regierung. Dvmstift, Gymnasium, Arbcitsanstalt, Waisen-haus für die Kinder der 1813 bis 1815 gefallenen Krieger, das DeutscheHaus genannt. Im Schloßgartcn das Denkmal des Grafen Kleist v. Nol-lcndorf (-f 1821). Lcinewcberei, Gerberei, Essig-, Tabacks- und Papierfa-briken. Bierbrauerei. Landgcstüt. — Lauchstädt, 1050 E. Schloß. Mine-ralquelle, Braunkohlen. — Oürrenberg (—260,00» Ztr.), Tcudiy (12,000Ztr.) und Rötschau (20,000 Ztr.) Dörfer; Saljwerke. In Dürrcnbcrgist ein Salzamt und Braunkohlciiwerk, in Tcuditz eine chemische Fabrik.Merkwürdig sind die viele» Braunkohlengruben der beiden Saalufer beiTeudiy, walendorf, Oöllnitz u. a., die jährlich über 200,00» Tonnen lie-fern. — Lügen, 1500 E. Schlachten 1632, 6. Nov., in welcher GustavAdolf fiel, und 1 M. davon bei Mroßgörschen Sieg der Franzosen über diePreußen und Russen, 1813, 2 Mai. Denkmale auf dem Schlachtfcldc. —Schkeudiy an der Elster, 2250 E. In der Nähe das Rittergut Breiten-feld. Siege der Schweden 1631 und 1612. — Altranstädt, Dorf, Friedezwischen Karl XII. und Polen 1706. — Das Dorf Reufchbcrg, in wel-