Band 
Erster Theil.
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Deutschland.

1) Theil des Lrzbisthums Röln. — Rhelnberg noch lm XVII. Jahrh,am Rheine, jetzt ^M. von demselben entfernt, 20üü E. Tuchfabriken. —

-j- Neust an der Erst, 6800 E. Schöne Kirche, Irrenanstalt, Gymnasium,Waisenhaus. Baumwoll-, Band- und Schnürfabrikcn, Färberei, Handel. —Linn unweit des Rheins, Dorf, 1000 E. Weberei. — Zons am Rhein,

1750 E. Schifffahrt. — Uerdingcn am Rhein, 2200 E. Sammtweberei,Zucker- und Lederfabriken. Schifffahrt.

s) Herzogthum Iülich (vergl. Regierungsbezirk Köln). — ch Glad-bach an der Niers, 2000 E. Seiden-, Banmwoll-, Lcinewcberci, Flachs-bau, Bleichen. — Dülken a. d. Quelle der Ncete, 1950 E. Flachsbau,Zwirnfabrikcn. — Raldenkirchen, 1100 E. Banmwoll- und Bandweberci.

— Süchtcln a. d. Niers, 1500 E. Seiden-, Tuch- nnd Kattunfabriken. —Greffrath a. d. Niers, 1500 E. Tuch- und Kattunfabriken. — Vdenkirchei»,schönes Dorf mit starker Seidenweberei nnd Flachsbau. — Dahlen 1200 E.Seiden- und Sammtfabriken. Lcincweberei. — Rhcidt unweit der Niers,

2200 E. Banmwoll-, Leder-, Seiden- und vorzügliche Leincwandfabriken.

Der hier verfertigte Leim ist besonders geschätzt. — Schloß Rheidt. —Vormagen, 1200 E. Klcesaamcnhandcl. — ch Grevenbrolch an der Erst,

650 E. Maschinenfabrik. — Dorf wickrath a. d. Niers (in der bis 1801dem Grafen von <v.uadt gehörige» Herrschaft gl. N.), 700 E-i Schloß, ^jetzt Caserne. Eisenfabriken. Banmwoll- und Leincweberci, Papiermühle.Berühmte Pferdcmärkte im Dorfe wickrathberg. — Raisersrverth amrechten Rheinufer, daher 1802 mit Berg vereinigt, 1500 E. Schloß.Sammt- und Tabacksfabriken. Rhcinhandcl und Schifffahrt. —

Standesherrschaften. Dem Fürsten von Salm Dyck gehört das DorfDyck (im Kreise Grevenbrolch) mit einem Schlosse und botanischem Garten.

Die Herrschaft Homburg ist 1821 vom Fürsten von Sain Wittgen-stein Berleburg an die Krone verkauft.

2) Regierungsbezirk Röln — 71^O..M. 390,000 E., unter denen50,000 Protestanten, 3800 Juden, in 10 Kreisen:

a) Lrzbisthum Röln, im Luneviller Frieden 1801 an Frankreich ab-getreten, 1815 mit Preußen vereinigt. — chRöln am linken Rheinnfer,

355 von den Franken, 1791 von den Franzose» erobert, bis 1801 freieReichsstadt, 63,000 E., unter denen einige Tausend Protestanten, die 1618gänzlich vertrieben, erst seit der Französischen Herrschaft hier wieder woh-nen dürfen. Alte unregelmäßig gebanete Stadt, die aber aus der Fernemit ihren vielen Thürmen und hohen Gebäuden gut in die Augen fällt;stark befestigt. Von den ehemaligen 150 katholischen Stiftern, Kirchen,Kapellen und Klöstern sind nur noch 25 Kirchen, 5 Klöster und 8 Kapellen,unter denen 2 protestantische Kirchen übrig. Das Merkwürdigste der Stadt istder berühmte Dom, von 1218 bis 1199 erbauet (schon 1320 wurde imChöre Gottesdienst gehalten), aber noch nicht vollendet, von elenden Ge-bäuden umgeben,, 100 F. lang, 161 und 231 F. breit. Das 200 F. hohe ,

Chor ist vollendet: 100 Säulen, deren 1 mittlere 30 F. Umfang haben,tragen das Gewölbe, welches aber zum Theil nur aus Holz besteht. Beide