Band 
Erster Theil.
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Preußen. Jülich Kleve Berg. Köln.

Thürme, diese bewunderten Bauwerke, sind nicht »ach dem ersten Plane ausge-führt ; obgleich zu einer Hohe von 500 F. bestimmt, mißt einer nur 25V,der andere nur 21F. Zu bemerke» sind im Dome die herrlichen Glasma-lereien und die Bilderwcrke im Chöre, verschiedene Gemälde, die Kapelleder heil. drei Könige, die sogenannte goldene Kammer mit'fehenswerthc»Kunstwerken; die Bibliothek und eine 225 Zentner schwere Klvckc. Unterden übrigen Gebäuden der Stadt sind bcmcrkciiswcrth: die alte Gereono-kirche wegen ihrer Bauart, die petrikirche, zum Theil noch mit RömischemGemäuer, in welcher Rubens 1577 getauft ist und die eins seiner schönstenGemälde, die Kreuzigung Petri, aufbewahrt, die mit den Gebeinen derheil. Ursula und ihrer li,vvv Jungfrauen angefüllte Ursulakirche, die Ma-rienkirche, deren ehemaliges Kloster aus Karolingischcr Zeit stammte, mitmanche» Kunstwerken, die Kunibcrtskirche mit schöner Glasmalerei, dieschöne Maria Himmelfahrtskirche, die Scverins Kirche mit einer Krypta,die Mennonitcnkirche mit dem Grabe des Duns Geotus (ch 1308), dasNathhaus, das ehemalige Iesuitcncollcgiuni, der Giirzenich, ein schon imXV. Jahrh, gsbauetcü Haus mit einem 17« F. langen Saale, der ehemalsund noch jetzt bei festlichen Gelegenheiten gebraucht wurde, merkwürdigdurch seine Bauart, im unteren Geschosse noch jetzt Waarcnnicderlage, dasJustizgebäude, Theater, die Wohnung des ErzbischvfS. Nur zwei öffentlichePlätze, der Siegesplatz (Ncumarkt) und der Hcmiiarkt, zeichnen sich aus.Die 1388 gestiftete Universität ist 1798 aufgehoben. Sitz eines ErzbischvfS,einer Regierung, eines Appellationshofes und Handelsgerichts. KatholischesPrcdigerscminar, Hebammenschule, Taubstummeninstitut, zwei Gymnasien,Militairschule, 4 öffentliche Bibliotheken (die des katholischen Gymnasiumsmit 33,vüv Bänden), botanischer Garten, Gemäldcgallcrie, Walraf's Kunst-und Alterthümersammlung (über 47,vgg Gemälde, Kupferstiche, Holzschnitteund Zeichnungen, 5VVV Münzen, 142 Römische und Deutsche Alterthümer,1600 Gemmen -c.) Bibliothek (14,»vv Bände, ivvv Handschriften und Ur-kunden) »nd Mineraliensammlung, jetzt der Stadt gehörig. Bibelgesellschaft.CorrectionShaus, Waisenhaus. Börse, Freihafen, Sichcrheitshafen für dieÜberwinterung der Rhcinschiffc, Nicderrheinische Dampfschifffahrtsgcscllschaft.Baumwoll-, Seiden-, Tuch-, Spitzen-, Tabacks-, Seifen-, Zucker-, Stärke-,Leder-, Nadel- u. a. Fabriken, Färbereien. Das bekannte Kölnische Wasserwird in 24 Fabriken bereitet; älteste Fabrik 1680, Handel damit schon 1709.Wichtiger Alleinhandel. Carnevalsfcier. Nicderrhciuische Musikfest. — DerStadt gegenüber und mit ihr durch eine 1250 Schritt (auf 39 Schiffen)lange Schiffbrücke verbunden liegt Deutz, 3500 E., befestigt. Seiden- undKartcnfabrike». Große Artilleriewerkstätte.— IVoeringcn am linken Rhein-ufer, 1400 E. Schifffahrt. Schlacht 1288. — Drühl, 1600 E. SchönesSchloß Augustenburg, einst Sitz der Kurfürsten abwechselnd mit Bonn,jetzt ist es eine ziemlich verödete Domaine; von 1809 bis 1813 gehörte esals Fürstenthum Eckmühl dem Marschall Davoust. Katholisches Schullch-rerseminar. Braunkohlen. Bei waldorf Spuren eines Römischen Kanals,der bis zu der Quelle der Erst ging. — I», Dorfe Brauweiler Abtei,