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Preußen. Niedcrrhein. Koblenz.
ralreich liefert Kupfer (500 Atr.), viel Blei (in beiden Rheinpro-vinzen 1826 — 19,000 Atr. Blei und Glätte, 41,000 Atr. Glasurerz,wovon das mehrste in Niederrhein gewonnen wird) und Eisen (alleinim Kreise Gemünd — 350,000 Atr. Eisenstein, der in 169 Grubenbricht); Kobalt (1400Atr.) am Westecwalde, Halmei (30,000 Atr.)im Kreise Eupen und Aachen, Quecksilber an der Nahe, unbenutzt,viele Steinkohlen im Regierungsbezirk Aachen und Trier, Braun-kohlen, viel Torf auf dem hohen Been und dem Westerwalde, Tra ß,Backofensteine, berühmte Mühlsteine (Rheinische), Schleif-steine, Marmor, Po rfyr, Gips, Kalk, Pfeifen- u. a. Thon,einigeEdclsteinarten (Granat, Hyazinth rc.). Im Goldbachebei Bernkastel wurde noch 1809 Gold gefunden, auch im Miihlbachebei Enkirch; die Silberausbeute betrug 1826 ^ 2900 Mark (beson-ders im Fürstenthum Wied, wo die Angstbacher Hütte). AusgezeichneteLuch-, Leder-, Stahl-, auchGlas-, Seide- und Baumwoll-fabriken, Leinewandweberei, Portaschsiederei. Die E.,unter denen 170,000 Protestanten, 910,000 Katholiken, 12,000Juden und 350 Mennoniten, sind stark mit Franzosen undNiederländern vermischt.
1 ) Regierungsbezirk Roblcn; — 108^ Q.M. 430,000 E-, unter de-nen 135,000 Protestanten (darunter 300 Mennoniten), mit 12 Kreisen:
») Theil des Erzbisthums Trier, des ältesten Bisthnms in Deutsch-land, schon im IV. Jahrhundert gestiftet, 1801 säcularisirt. Die am linkenRhcinufer belegcnen Theile fielen an Frankreich, die Besitzungen am rech-ten Ufer 1803 an die Fürsten von Nassau und Wied, 1815 zum Theil anPreußen. — ch Roblen; am linken User des Rheins, über welchen eine485 F. lange Schiffbrücke nach Thalchrcnbreitstcin, und an der Mosel, überwelche eine 536 Schritt lange steinerne Brücke führt, 16,000 E. Zweistarke Forts, Franz und Alexander, vertheidigen die Stadt, deren schön-ster Theil die Clemens- oder Neustadt ist. Residenz der ehemaligen Kur-fürsten von Trier. Schloßplatz mit dem Clemensbrunncii. Zwei Schlosser,deren eins sehr verfallen, das andere Magazin und Lazareth; das ehemaligeJesuitercollegium, das Deutsche Haus, jetzt Cascrne, mehre schenswcrtheKirchen, darunter eine protestantische, Schauspielhaus. Sitz des Oberprä-sidentc» beider Rhcinprovinzen, der Regierung, eines Tribunals und Han-delsgerichts. .Katholisches Schullehrerseminar, Gymnasium, Augenheilanstalt,Hebammcnschule, Stadt- und Gymnaflalbibliothek, Gewerbschule. Zucht-haus. Tabacks- und Blechfabrik. Schifffahrt, Handel mit Wein,"Mühl-steinen, Steinkohlen. Das Dorf Metternich mit Salmiakfabrikcn. —Thalchrenbreitstein am rechten Rheinufer, 2300 E. Schloß. Tabacksfa-brik. Wein- und Kornhandel, Speditiv». Mineralquelle bei dem DorfeThalborn. Über der Stadt erhebt sich auf einem 800 F. hohen, steilenFelsen das seit 1815 wieder stark befestigte, früher durch Napoleon gesprengteFort Lhrenbreitstein. — Die Herrschaft Vallcndar, dem Fürsten vonSain wittgenstcin gehörig, mit dem Flecken gl. N- am Rheine, 2700 E.Tuch-, Leder- und Thonpfeifenfabrik. Weinbau. Das Dorf Sain 700 E.