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Erster Theil.
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295
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Meklcnburg Strelih. Holstein und Lauenburg. 295

dem 8 Straßen auslauten, seit 1730 erbauet, 5800 E. Residenz des Grvß-hcrzogs, Sitz des Ministeriums, der Regierung, Kammer, Justizkanzlei, desConsistoriums. Schullehrerseminar, Gpmiiaflum. Schloß des Großherzogsund des Prinzen Ernst, das Collegienhaus, Bibliothek mit 50,000 Bänden,Münz- und Alterthumssammlung. Einige Fabriken. Pferderennen. DasLustschloß Belvedcre. — Hohen Zieriy, Lustschloß a. d. Tvllense. — Alt-streliy, 3500 E., unter denen viele Juden. Landarbeitö-, Zucht- und Ir-renhaus. Residenz bis 1712. — Neubrande,lburg a. d. Tvllense, 6»W E.Schloß. Gymnasium. Einige Fabriken. Pferderennen, Wollmarkt. —Stargard, 1400 E. Wollweberei. Die ehemalige Burg ist jetzt Amthaus.— Friedland, 4400 L. Gymnasium. — Woldegk, 2000 E. — Fürstcnberg,an der Havel und dem Stolzeusee, 2400 E. Schloß, Schifffahct, Tuch-weberei, Buttermärkte. — wescnbcrg am Woblitzsee, 1250 E. BedeutendeTuchweberei. — Mirow, bis 1648 Johanniterkomthurei, 1300 E. Schloß.Schullehrerseminar. Brauerei. — Beim Pfarrdorfe prillwitz soll die alteSlavische Stadt Rhetra gelegen haben. — Das Landgut Rlcinncmcrow,bis 1648 Johanniterkomthurei..

2) Fürstenthum Ratzeburg ^ 6) Q. M. 14,000 E. Ehemaliges 1648säeularisirtes Bisthum, seit 1701 bei dem Hause Strelitz. — Ratzeburg.Hierher gehört nur der Dom mit seinen Umgebungen, 300 E. Gymnasium.In der Nähe zwei Kupfer- und Messinghämmer. — Schönberg unweit derOstsee, 1400 E. Einst Sitz der Bischöfe von Ratzeburg, jetzt der Landvogtei.

26. Herzogthum Holstein und Lauenburg.

Größe — I72Z Q. M. Holstein gränzt in N. an Dänemark,von dem es durch die Eidcr getrennt wird, und bildet einen Theil dergroßen Halbinsel, welche die Nord- (hier Westsce genannt) undOstsee trennt. Der Boden ist auch hier nur Fortsetzung der N.Deutschen Ebene. An der O. Seite zieht sich ein Landrücken durchdie ganze Halbinsel, der ödeste Theil derselben. Der Boden ist inW. an der Nordsee und Elbe herrliche Marsch, oft über 2 M. breit--20Q. M.; das Innere ist Sandboden und Heide — 14 Q.M. Moore --- 7jQ. M. fruchtbarer Lehmboden an derO. Seite, der eine reizende Abwechslung von bewaldeten Hügeln undThalern darbietet, die sich zur Ostsee, an der sich keine Marsch bildet, er-strecken. In dieser O. Halste zahlt man gegen 1N0, zwar meistcntheilskleine, aber fischreiche Seen, unter denen der Marder- und Plö-nerSce — 1 M. lang, der Selenter- und Westensec— ZM.An der M- Küste finden sich viele Sandbänke und kleine Inseln; ander O. Küste dagegen ist das Meer tiefer und bildet einige Busen(Fohrde), unter denen der Kieler Fohrd — IHM. lang, undder Neustädter die größten sind. Die Elbe bildet die SW. Gränzeund nimmt die Stör mit der Wilster undBram, so wie dieAl-ster und Bille auf. Die Ei der empfangt nur kleine Bäche, istaber durch einen SS M. langen Kanal seit 1784 mit dem Kieler Fohrd