Band 
Erster Theil.
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Deutschland.

verbunden. In die Travc, welche durch Lübcckschcs Gebiet zur Ost-see fließt, ergießt sich die Schwartau. Die W. Seite des Landesist unbcwaldct, oft auf weiten Strecken baumlccr; schöne Waldungenenthält das Innere, noch mehr die O. Seite. Die größten Waldungensind die Hahn Heide in S. und das Haler Gehäge in N. —Laucnburg hat keine Marsch, aber viel guten Boden, freilich auchSand, und ansehnliche Waldungen z. B. den Sachsen wald. Un-ter mehren Landsecn sind der Ratze bürg er See, dessen Abfluß dieWackenitz, in die Trave geht, und der Schalsec, der durch dieSchal in die Elbe fließt, die größten. Die Elbe, die auch hierGränzfluß gegen SW. ist, nimmt die Billc und Stcckcnitz auf;letztere ist durch den Stecken itzkanal mit der Travc verbunden,und vereinigt dadurch die Elbe mit der Ostsee. — Die Hauptproductebeider Provinzen sind Getreide, Nübsaamen, Rinder undPferde, Weizen und Gerste auf Klciboden und in der Marsch,Rocken und Buchweizen in der Heide. Hanf und Flachsnicht hinreichend; andere Handels pflanzen höchst unbedeutend.Obstbau ist in W. bedeutend; Bienenzucht nicht stark. Fischeliefern Meere, Seen und Flüsse in Menge, die Nordsee viele Au-stern und Krebse; Wasser- und Sumpfgeflügel ist an denKüsten und Seen in Überfluß; Wild dagegen weniger. An Mine-ralien sind beide Länder arm. Es findet sich nur Kalk, Gips,Thon, Granitgeschiebe, auch eine schwache Salzquelle, et-was Bernstein in der Nordsee und deren Küste, Torf in Überfluß.Land Wirth schaft ist die Hauptbeschäftigung der E. Einige Fabri-ken haben nur die größcrn Städte, die auch fast alle nicht unbedeuten-den Handel zur See, wie zu Lande treiben. Fischerei ist sehr wichtig.Die E. — 460,000, sind mit Ausnahme von einigen hundert Ka-tholiken, Reformirten rc. und von 2500 Iuden, alle Luthe-raner. Für Bildung ist durch eine Universität, Gymnasien undVolksschulen, besonders in neueren Zeiten gut gesorgt. Beide Hcrzog-thümcr sind Dänische Provinzen, stehen aber unter eigener Kanzleiin Kopenhagen, eigener Regierung und Obcrgerrcht. Landständewaren von Alters her, aber in Holstein sind sie seit mehr als 100Jahren nicht znsammenberufcn und 1806 förmlich aufgehoben; auchdie Laucnburgifthen Stände sind nicht mehr in Thätigkeit; jedoch ist1831 eine neue ständische Verfassung zugesagt.

I. Herzogthum Holstein — 154 Q. M. 425,000 E.

Holstein, von Karl dem Großen bezwungen, hieß damals Nord-albingien. Späterhin wurde es vom Kaiser mit Stormarn zueiner Grafschaft erbeben (1106), womit Graf Adolf von Schaum-burg belehnt wurde, dessen Sohn noch Wa grien hinzufügte. NachAbsterben seines Hauses (1159) kam das Land an Dänemark undward, nachdem 1459 auch Dithmarschen dazu erobert war, 1474zum Herzogthum erhoben. Es entstanden mancherlei Theilungenzwischen den beiden Hauptlinien der regierenden Familie. ChristianIII.(7 1559) ward der Stammvater der königlichem Linie, Adolf