Hannover. Diepholz. Hildesheim. 309
an Hannover abgetreten wurden, an Hessen. Der Boden ist ganzeben, an der Weser Marsch, übrigens Sand und Moor. Weser undAller. Einige Waldungen. Gute Pferde- und starke Gänsezucht,in der Marsch viel Rindvieh, in der Heide starke Bienenzucht.Bedeutende «Spinnerei und Leineweberei. Hollandsgehcn. Be-hörden: eine Generalfupcrintendentur, 6 Superintendenturen, I Obcr-focstamt, 1 Stadt, 12 Ämter.
a) Die Untere Grafschaft. — -j-Nienburg an der Weser, 4300 E.Ehemals befestigt. Lateinische Schule. Strafanstalt, jetzt unbesetzt. Weser-briickc, Wescrhandel. — Orakenburg a. d. Weser. Schlacht 1547. — ch Hoyaa. d. Weser, Flecken, 1750 E. Altes Schloß. Linnenlegge. — Ini DorfeMcinsen Gestüt. — Liebcnau a. d. Weser, 1900 E. Senscnschmiedc, Spi-tzcnvcrfertigung. — ch Druchhausen, Linnenlegge. — chlvcsten, ehemalszu Verben gehörig, aber schon 1679 von Schweden abgetreten, — b) DieObere Grafschaft. — Bassum und Heiligenrode, protestantische weiblicheStifter. — ch Lhrenburg, Dorf. — Suhlingcn, Flecken, 1200 E. Conven-tion 1803, 3. Juni. — Twistringcn, 1100 katholisches., 1816 von Olden-burg abgetreten. — chGyke, Flecken mit Linnenlegge, 800 E. — Dass»»,mit chFrcudeiibcrg und Loge, 1600 E. — ch Stolzcnau, Flecken, 1550 E.— Die Amtssitze Oiepenau, Harpstedt, Sicdenburg und Uchte.
3) Grafschaft Diepholz — I2Q. M. 22,000 E. Sie kamnach dem Aussterben der Grafen 1585 an die Zcllische, 1679 an dieKalenbergische Linie. Das Amt Auburg war von 1585 bis 1816Hessisch. Hauptgcwässer find die Hunte und der 1 Q. M. großeDümmersee, der reich an Fischen und wilden Enten ist. Boden,Products und Erwerb, wie in Hoya. Eine Superintendentur, 2 Ämter.
ch Diepholz an der Hunte, 1900 E. Weberei. — Mariendrcbbcr, Dorf,in dessen Kirche die Gräber der alten Grafen von Diepholz. — Rornau a. d.Hunte, Flecken, 300 E. Einst Sitz der Grafen von Diepholz. — St. Hül-fe, Dorf; Schreibfederfabrik. — ch Lemförde, 700 E. Entcufang. StarkeGänsezucht dieser Gegend, Steinbrüche. — Ivagcnfeld mit dem altenSchlosse Auburg, ein aus mehren Baucrschaftcn bestehender Ort mit einerLinnenlcggc, 2300 E.
H. Landdrostei Hildesheim -- 80 Q. M. 350,000 E.
4) Fürstenthum Hildesheim ---- 32 Q. M. 156,000 EDas Bisthum Hildesheim wurde 822 zuerst in Elze gestiftet. DieBischöfe entzogen der herzoglichen Macht in Sachsen ein ansehnlichesGebiet, welches sie durch die Besitzungen der Grafen von Dassel,W in-eil bürg, Woldenberg u. a. vergrößerten. Durch die söge-nannte Stiftsfehde mit den Herzögen, von Braunschweig verloren sieihr ganzes Gebiet bis auf die drei Ämter Steuerwald, Maricnburgund Peina (das Kleine Stift), erhielten aber das Große Stift1643 fast ganz wieder; nur die Ämter Lütter, Koldingen, Westerhofund das Haus Dachtmisscn blieben den Herzögen als Hildcshcimsche